Wilfing: „Will von der ÖBB Garantieerklärung!“. ÖBB dementieren Pläne, vier Nebenbahnen in NÖ einstellen zu wollen. Karl Wilfing fordert dennoch Klarheit.

Erstellt am 06. September 2016 (06:56)
NOEN, zVg
Landesrat Karl Wilfing vor de Fahrplan der ÖBB. Speziell auf der Westbahnstrecke gab es zuletzt große Verbesserungen.

VP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing ist grundsätzlich mit der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in NÖ zufrieden. Speziell im Bereich der Bahn, etwa im Hinblick auf die Pläne für die Franz-Josefs-Bahn, die schneller und attraktiver werden soll. Was ihm allerdings Sorgen macht: Der Umgang der ÖBB mit einigen Nebenbahnen im Land. So sollen die Traisentalbahn, die Erlauftalbahn, die Kamptalbahn und die Puchberger Bahn in einem ÖBB-Zukunftspapier nicht mehr aufscheinen. Wilfing in Richtung ÖBB: „Ich will von der ÖBB für diese Bahnen eine Garantieerklärung.“

Offiziell ist ja zuletzt von den ÖBB ein Dementi bezüglich einer Stilllegung dieser Bahnen gekommen. Pressesprecher Christoph Seif zu besagtem Papier: „Das Land Niederösterreich, der Verkehrsverbund Ostregion und die ÖBB erheben lediglich die Kosten. Anhand des Ergebnisses wird dann unter den Partnern entschieden, ob Veränderungen durchgeführt werden müssen.“ Speziell bei der Erlauftalbahn sei in den vergangenen Jahren in die Strecke investiert worden.

Viele Investitionen nötig

Wilfing ist dennoch skeptisch. Vor allem in den Arbeitsgesprächen mit den ÖBB würde bezüglich dieser Nebenbahnen alles zurückgestellt. Dabei müssten teilweise die alten Dieselloks ersetzt werden, wären Investitionen in barrierefreie Bahnhöfe notwendig und eine Regelung für die Eisenbahnkreuzungen.

Karl Wilfing hat diesbezüglich auch bereits mit SPÖ-Verkehrsminister Leichtfried gesprochen. Wilfing: „Er hat großes Verständnis gezeigt.“ Er habe das Gefühl, dass der Minister zur Verantwortung des Bundes stehe. Mit den ÖBB könnte Wilfing eine Einigung erzielen, weil demnächst der neue Verkehrsdienstevertrag mit de Land ausgehandelt werden muss.