NÖ mischt mit bei Europas Regionen. Lukas Mandl (ÖVP) ist Vizepräsident der „Versammlung der Regionen Europas“.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 07. Juni 2017 (00:47)
Magnus Berntsson (M.) aus Schweden ist der neue Präsident der größten unabhängigen regionalen Organisation Europas. Im Bild mit Vizepräsident Lukas Mandl (l.) und Landesrätin Barbara Schwarz.
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Dass in den St. Pöltner Hotels Mitte letzter Woche alle Betten ausgebucht waren, hatte einen Grund. 150 Mitglieder der „Versammlung der Regionen Europas“ (VRE) aus 30 verschiedenen Ländern hielten in der Landeshauptstadt ihre Generalversammlung ab. In dieser Vereinigung sind Regionen aller Länder Europas – also auch aus Nicht-EU-Staaten – vertreten.

Das zeigt schon der Umstand, dass mit Hande Bozatli in den letzten beiden Perioden (insgesamt vier Jahre) eine Türkin als Präsidentin der VRE fungierte.

Zu ihrem Nachfolger und neuem VRE-Präsidenten wurde in St. Pölten der Schwede Magnus Berntsson gewählt. Ebenfalls neu ist der niederösterreichische ÖVP-Landtagsabgeordnete Lukas Mandl als einer von sechs Vizepräsidenten.

„Ich freue mich auf meine neue Rolle mit besonderem Schwerpunkt auf die Jugend in unserer Gesellschaft“, erklärte Mandl, für den auch Niederösterreich damit eine besondere Rolle der Internationalität einnimmt. Der VP-Mandatar brachte auch die friedensstiftende und Völker verbindende Besonderheit dieser Versammlung auf den Punkt: „Eine gute Gesundheitsversorgung, entsprechende Kinderbetreuung und gut ausgebaute Verkehrsnetze wollen alle Regionen. Daher wird in der VRE unter den Vertretern sehr sachlich diskutiert, auch wenn zwischen einzelnen Nationalstaaten vielleicht oftmals große Spannungen herrschen.“ Beispiele dafür hätte es schon genug gegeben.

Schwarz: „NÖ holt EU-Gelder konsequent ab“

Die für EU-Regionalpolitik zuständige Landesrätin Barbara Schwarz betonte, wie wichtig es sei, dass auch nach dem Ende der Förderperiode im Jahr 2020 direkte Förderungen an die regionalen Parlamente fließen. So können ganz konkrete regionale Projekte gefördert werden. Schon jetzt holt Niederösterreich laut Schwarz konsequent die Fördergelder der EU ab. Alleine 122 Mio. Euro stehen beim EU-Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ zur Verfügung. Die jüngste SPÖ-Kritik, Millionen für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) würden in Brüssel liegen bleiben, relativierte Schwarz: „Dies ist eine schwere Förderkulisse, aber wir sind dabei und haben noch Zeit. Die SPÖ sollte aber auch sagen, wofür diese Förderungen verwendet werden sollen.“