Hilfe beim Weg in die Wissenschaft. Die Klosterneuburgerin Kami Krista studiert und forscht an einer der renommiertesten Unis der Welt. Das "Science Center" soll noch mehr Niederösterreichern dabei helfen, in der Forschung Fuß zu fassen. Geboten wird ein Überblick über Förderungen, das Bildungsangebot oder mögliche Themen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 25. Juni 2020 (13:00)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stellte gemeinsam mit Kami Krista und Klemens Hofer das "Science Center Niederösterreich" vor.
NLK Reinberger

Die heute 21-jährige Kami Krista entdeckte ihr Interesse an der Wissenschaft schon früh. Noch während der Schulzeit begann sie an der Medizin-Uni in Wien an einer HIV-Therapie zu forschen, mit gerade einmal 19 Jahren zog es die heute 21-Jährige in die USA. Dort arbeitet sie heute in einem Start-up zum Klimaschutz, forscht am MIT und studiert in Harvard Bio-Ingenieur-Wesen. 

Weg nicht leicht: "Science Center" soll Zugang erleichtern

Doch der Weg an die Top-Unis der Welt ist nicht einfach, wie die Klosterneuburgerin weiß: "Selbst, wenn man aufgenommen wird, muss man die Ausbildung finanzieren können", erzählt sie. Und im Finanzierungs-Dschungel ist es nicht immer leicht, sich zurecht zu finden. "Es gibt Finanzierungsquellen. Die muss man aber auch erst einmal finden. Wenn mir nicht zufällig die Freundin meiner Oma von einem Stipendium erzählt hätte, hätte ich meinen Traum nie realisieren können", sagt Kami Krista. 

In Zukunft sollen es Forschungs-Interessierte einfacher haben. Zugang zu Wissenschaft und Forschung soll ihnen die Plattform "Science Center" erleichtern, die gerade online ging.  "Das Science Center Niederösterreich ist eine vernetzte Plattform, die Forscherinnen und Forscher in Zukunft maßgeblich bei ihrer Arbeit unterstützen wird. Sie ist auch Plattform, um Wirtschaft und Forschung noch mehr zu vernetzen und mehr Nachwuchs-Wissenschafterinnen und Wissenschafter zu motivieren, tiefer in die Forschung zu gehen", erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Vorstellung der Website. 

Dort sollen einerseits alle Ausbildungsmöglichkeiten in Niederösterreich dargestellt werden. Angeboten wird ein Gesamtüberblick über die 14 tertiären Bildungseinrichtungen mit mittlerweile rund 22.000 Studierenden. Gleichzeitig soll auf einen Blick ersichtlich sein, welche finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten des Landes, des Bundes und der EU es für Wissenschafter sowie für Studierende gib. Ein dritter Punkt ist die genaue Übersicht an Forschungsförderungen, die für viele Wissenschafter eine wichtige Unterstützung zur Durchführung ihrer Forschungstätigkeiten darstelle. Wer noch nicht mitten in der Forschung steckt, sondern noch nach einem Thema für eine Abschlussarbeit an der Schule oder Uni sucht, könnte in der Themenbörse fündig werden. Außerdem gibt es im Science Center  eine Übersicht aller Maßnahmen, die es im Bereich der Wissenschaftsvermittlung im schulischen und außerschulischen Bereich gibt. „Wir kommen damit dem Wunsch der Pädagoginnen und Pädagogen sowie der Eltern nach. Denn Mithilfe weniger Klicks finden Schulen hier ein für sie passendes Angebot – wie beispielsweise Vorträge, Workshops, Sommercamps oder Messen zu den verschiedensten Themen und Bereichen", erklärte die Landeshauptfrau.

Das bringt laut NMS-Lehrer Klemens Hofer auch Vorteile für die Schule: "Viele Schüler sind sehr an der Wissenschaft interessiert, haben aber keine Ahnung wie sie sich abseits der Schule damit beschäftigen können. Das Science Center bietet Angebote." 

Zu finden ist die Website unter sciencecenter.noe.gv.at