Sandra Kern verlässt NÖAAB: Simon Schmidt übernimmt

NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern (49) aus Krems zieht sich aus dem NÖ Arbeitnehmerbund zurück. Simon Schmidt aus Bisamberg tritt ab 1. Oktober die Nachfolge an.

Walter Fahrnberger
Walter Fahrnberger Erstellt am 20. September 2021 | 12:15
Sandra Kern verlässt NÖAAB: Simon Schmidt übernimmt
Nach sechs Jahren als NÖAAB-Landesgeschäftsführerin übergibt Sandra Kern ab 1. Oktober an Simon Schmidt, der zuletzt als Bezirksgeschäftsführer der Volkspartei Niederösterreich in Korneuburg wirkte. NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister gratulierte. Foto: NÖAAB
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Überraschender Wechsel an der Spitze des NÖ Arbeitnehmerbundes (NÖAAB). Nach sechs Jahren als Landesgeschäftsführerin legt Sandra Kern auf eigenen Wunsch die Funktion zurück.

„Eigentlich wollte ich bereits nach der Landtagswahl gehen. Jetzt habe ich mich für eine neue Herausforderung beworben und könnte ab Mitte Oktober den neuen Job bekommen“, so Kern im NÖN-Gespräch. Wohin sie wechseln will, wollte die 49-jährige Kremserin nicht verraten.

Nach Unfall: Rücktritt als Bundesrätin

Kern war von 2002 bis 2010 ÖVP-Stadträtin in Krems. Im Oktober 2015 folgte sie Bernhard Ebner im Bundesrat. Nachdem sie zum Jahreswechsel 2019 alkoholisiert einen Geisterunfall verursacht hatte (wir hatten berichtet), legte sie im Jänner 2019 das Mandat als Bundesrätin zurück.

Im Vorjahr wurde Kern wegen „leichter Körperverletzung“ zu einer Geldstrafe verurteilt. Einen Zusammenhang mit ihrer Entscheidung den NÖAAB zu verlassen, weist Kern zurück. „Die Partei hat mich in dieser Phase enorm unterstützt.“

NÖAAB-Landesobfrau dankt Kern und lobt Schmidt

Als ihr Nachfolger und neuer NÖAAB-Geschäftsführer wurde Simon Schmidt (44) aus Bisamberg einstimmig bestellt. Er wird ab 1. Oktober seinen Dienst antreten.

„Sandra Kern war eine immense Stütze und vor allem eine unermüdliche Kraft für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. Sie hat sich damit über Parteigrenzen hinweg Ansehen und Respekt erarbeitet“, lobte NÖAAB Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister die Kremserin.

Simon Schmidt kenne Teschl als innovativ und leistungsorientiert, motiviert und vor allem auch motivierend. „Ich freue mich auf seine Arbeit im NÖAAB und unsere Zusammenarbeit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niederösterreich. Klar ist, dass unsere wichtigste Aufgabe im NÖAAB, nämlich alles für Arbeit und Aufschwung zu tun, auch eine der zentralen Aufgaben der niederösterreichischen Landespolitik heute und in Zukunft ist“, so NÖAAB Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister