Stephan Pernkopfs Visionen für das Landleben

Erstellt am 09. Juni 2022 | 05:41
Lesezeit: 2 Min
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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Gespräch mit NÖN-Chefredakteur Daniel Lohninger: „Dieses Buch soll ein Statement für den ländlichen Raum sein.“
Foto: privat
Das Buch „Neu.Land.Leben“ von Stephan Pernkopf ist ein Plädoyer für den ländlichen Raum.
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2015 hat er es zum ersten Mal getan, 2022 nun zum zweiten Mal: Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf ist unter die Autoren gegangen. „Neu.Land.Leben“ nennt sich das Buch, das nächste Woche vorgestellt wird. Darin enthalten ist die Essenz aus Gesprächen an der heimatlichen Hobelbank mit acht prominenten Persönlichkeiten – darunter Christa Kummer, Markus Hengstschläger, Paulus Hochgatterer und Klimaaktivistin Katharina Rogenhofer.

„Es sind Menschen, mit denen ich mich besonders gerne austausche, weil sie immer kritisch hinterfragen und den Blick auf das große Ganze lenken“, beschreibt Pernkopf die Auswahl der Gesprächspartner. Ihm sei es dabei um eigene neue Perspektiven gegangen und auch darum, die Bedeutung des ländlichen Raumes für die Zukunft auszuloten.

Die Pandemie wird gehen, die Vorteile des ländlichen Raumes werden bleiben Stephan Pernkopf

Und die ist für Pernkopf gerade in der Zeit nach Corona obligatorisch: „Die Pandemie wird gehen, die Vorteile des ländlichen Raumes werden bleiben.“ Damit der ländliche Raum aber auch langfristig Perspektiven bieten könne, müsse die Infrastruktur den Erfordernissen der modernen Welt entsprechen – beispielsweise bei der Gesundheitsversorgung, den Kinderbetreuungsmöglichkeiten, der Breitbandinfrastruktur oder dem Bildungsangebot. Möglich werde das nur durch ein Umdenken auf breiter Basis werden.

„Ein Drittel mehr Medizinstudienplätze pro Jahr kosten das, was wir derzeit durch die höheren Preise für Gas und Öl in eineinhalb Tagen zusätzlich zahlen. Die Aufstockung wäre aber ein wertvoller Beitrag für eine bessere ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“, rechnet Pernkopf vor. In diesem Sinne soll das Buch ein Handlauf für die Kraft der kleinen Einheiten sein, aber zugleich kein Plädoyer gegen die Stadt. Denn Pernkopf ist überzeugt: „Der Mensch braucht beides – Stadt und Land.“