Erstellt am 27. Januar 2013, 17:27

Neun Listen wollen in. Landtagswahl / Neun Parteien werden am 3. März um Stimmen rittern. In allen Bezirken Seit Freitag steht es fest, wer in Niederösterreich antreten wird. Neben den Landtagsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und den Grünen noch das Team Stronach, die KPÖ, die Mutbürger,

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Von Martin Gebhart, Anita Kiefer und Katharina Sunk

Seit Freitag steht es fest, wer in Niederösterreich antreten wird. Neben den Landtagsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und den Grünen noch das Team Stronach, die KPÖ, die Mutbürger, die CPÖ (Christliche Partei Österreichs) und die Piraten. Wobei nur das Team Stronach die nötigen Unterschriften einbrachte, damit es in allen Bezirken kandidieren kann. Die KPÖ schaffte nur 19 Bezirke, die Mutbürger 13 Bezirke, die CPÖ gar nur vier Bezirke und die Piraten werden nur im Bezirk Gänserndorf auf dem Stimmzettel aufscheinen.

Enttäuscht war man davon vor allem bei den Mutbürgern und der CPÖ. Mutbürger-Sprecher Robert Moser: „Wir überlegen, eine Wahlanfechtung zu machen.“ Die Zeit für die Unterschriften sei zu kurz gewesen. „Wenn es noch eine Woche länger gedauert hätte, hätten wir alle Unterstützungserklärungen zusammengebracht.“ Ähnlich reagierte CPÖ-Spitzenkandidat Rudolf Gehring. Man wolle das alles nicht stillschweigend hinnehmen.
Im Restaurant Fontana in Oberwaltersdorf präsentierte Frank Stronach gemeinsam mit Ernest Gabmann jun. die Liste des Teams Stronach. Man habe weit mehr als die erforderlichen 50 Unterschriften pro Bezirk zusammengebracht. Stronach: „Es ist wichtig, dass wir das Monopol des Erwin Pröll brechen.“ Und er zählte auf, warum er auf Erwin Pröll nicht gut zu sprechen ist. Dieser habe seine Weltkugel in Ebreichsdorf verhindert, dieser habe sich nicht dafür entschuldigt, dass behauptet worden wäre, er – Frank Stronach – hinterlasse nur Baustellen. Anlass dazu war das Projekt eines neuen Stadions in Wiener Neustadt.

Frank Stronach selbst ist zwar Spitzenkandidat, er wird aber nicht in den Landtag einziehen. Er wird auch nicht ausschließlich in NÖ wahlkämpfen, sondern auch in Kärnten. An zweiter Stelle ist Ernest Gabmann jun., Sohn des ehemaligen Landeshauptmannstellvertreters Ernest Gabmann, gereiht. Er habe mit seinem Vater über viele Themen gesprochen, so Gabmann, er sei nicht mit allem einverstanden. Und: „Ich bin gern bereit, in den Ring zu steigen.“

Landesliste der ÖVP einstimmig abgesegnet

An dritter Stelle ist die Stronach-Nationalratsabgeordnete Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, die den Nationalrat verlässt, falls sie in den Landtag gewählt wird. Der Konter der ÖVP folgte sofort. Klubobmann Klaus Schneeberger blieb dabei, dass Stronach nur Baustellen hinterlasse. Außerdem sei er einmal in Kanada, dann wieder in NÖ. Bezüglich der Baustellen will die ÖVP diese Wochen noch Fakten auf den Tisch legen, die das untermauern.

In der Vorwoche präsentierte die ÖVP auch ihre Landesliste, die einstimmig abgesegnet worden war. Neben der Regierungsmannschaft rund um Landeshauptmann Erwin Pröll wurde versucht, die Gesellschaft in NÖ mit Kandidaten abzubilden. Etwa durch Jugendvertreter wie Fußballer Peter Brandl, JVP-Obfrau Bettina Rausch oder Verena Hainzl von der Landjugend. Für Soziales steht etwa Monika Thurner von den Soma-Märkten, für die Kulinarik Bundesweinkönigin Elisabeth Hirschbüchler. Mit auf der Liste noch Katharina Pirchner, Frau von ORF-Moderator Wolfram Pirchner, sowie Seifet Yilmaz vom Verein Atip.

Die Landeslisten der Parteien
• ÖVP: Erwin Pröll, Wolfgang Sobotka, Petra Bohuslav, Stephan Pernkopf, Barbara Schwarz, Karl Wilfing, Hans Penz, Johann Heuras, Gerhard Karner, Peter Brandl, Bernhard Ebner, Helmut Ertl, Maria Forstner, Johann Freiler, Andreas Freistetter, Verena Hainzl, Franz Hemm, Elisabeth Hirschbüchler, Peter Höckner, Sandra Kern, Johannes Luef, Johanna Lütgendorf, Katharina Pirchner, Eckehard Quin, Bettina Rausch, Dorothea Renner, Hermine Riss, Elisabeth Schüttengruber-Holly, Harald Servus, Ingrid Stacher, Kerstin Stava, Klaudia Tanner, Monika Thurner, Selfet Yilmaz, Sonja Zwazl.

• SPÖ: Sepp Leitner, Karin Scheele, Alfredo Rosenmaier, Heidemaria Onodi, Günther Leichtfried, Karin Renner, Rupert Dworak, Ilona Tröls-Holzweber, Helmut Schagerl, Christa Vladyka, Gerhard Razborcan, Günther Sidl, Günter Steindl, Rene Pfister, Franz Gartner, Günter Kraft, Herbert Thumpser, Adelheid Ebner, Christian Wöhrleitner, Melanie Erasim, Ingrid Winkler, Werner Gössl, Josef Wiesinger, Maurice Androsch, Thomas Seifert, Konrad Antoni, Claudia Tastel, Katharina Kucharowits, Naomi Dutzi, Franz Zwicker, Günter Ernst, Silvia Drechsler, Ditmar Fürst, Christian Putz, Werner Rochlitz.

• FPÖ: Barbara Rosenkranz, Gottfried Waldhäusl, Martin Huber, Edith Mühlberghuber, Erich Königsberger, Edmund Tauchner, Christian Hafenecker, Clemens Kofler, Robert Koppensteiner, Schmiedlechner.


Grüne: Madeleine Petrovic, Helga Krismer-Huber, Amrita Enzinger, Emmerich Weiderbauer, Nathalie Thuma, Ulrike Fischer, Constantin Gessner, Michael Pinnow.

• Team Stronach: Frank Stronach, Ernest Gabmann jun., Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, Herbert Machacek, Gabriele Von Gimborn, Karl Kaufmann, Werner Schaffer, Walter Laki, Martin Schedlmayer, Walter Naderer.


• KPÖ: Nikolaus Lackner, Christiane Maringer,  Marco Fegerl, Renate Strauss, Siegfried Maron, Brigitte Bauer, Franz Sedlmayer, Silvia Drescher, Wolfgang Mahrer, Eva Holzer.

• Mutbürger: Herbert Weinzettl, Tina Lackner, Herbert Schwaiger, Karin Scheibichler, Bernd Degenhart, Margit Zonsics, Oliver Hinterleitner, Silvia Zotz, René Stranz, Melanie Höhlmüller, Joseph Ragasa, Gloria Diana Leeb, Daniel Männer, Birgit Katzengruber, Mathias Dollfuß, Christina Lechner, Robert Moser, Melanie Kapella, Manfred Schärfinger, Gabriele Swoboda.

• Christliche Partei Österreichs: Rudolf Gehring, Gernot Steier, Miroslav Pergel, Elisabeth Sternad, Alfred Kuchar, Andrea Enenkel, Josef Gargela, Horst Enenkel, Thomas Graf, Gerhard Schröckenfuchs.

• Piraten: Walter Bonhardi, Stephan Mulacz, Andreas Hoffleit, Thomas Rupprecht, Martin Huscsava, Christian Fabi, Wolfgang Wagner