Agentur für NÖ Landeskliniken ab Jänner. Kommendes Jahr wird aus den NÖ Landeskliniken und Pflege- und Betreuungszentren die Landesgesundheitsagentur.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 21. Mai 2019 (02:03)
Dusan Petkovic/Shutterstock.com
In Niederösterreich werden erstmals in Österreich die Gesundheitswesen und Pflegeeinrichtungen des Landes zusammengeführt. Unter das Dach der Landesgesundheitsagentur.

„Wir bauen ein Dach für alle“, betont Filip Deimel, Projektleiter der neuen Landesgesundheitsagentur. Diese soll alle 27 Landeskliniken-Standorte, 48 Pflege- und Betreuungszentren sowie zwei NÖ Pflege- und Förderzentren zusammenführen. Also insgesamt 77 Standorte mit rund 13.600 Betten, 26.850 hauptamtlichen und 1.572 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Zehn Arbeitsgruppen arbeiten derzeit Themen, wie Personal, Übersiedlung und Finanzierung, aus. Bisher war das Gesundheitswesen und Pflegesystem in NÖ sehr komplex. Die neue Struktur der Landesgesundheitsagentur soll klare Kompetenzen und Verantwortung auf jeder Ebene bringen.

Drei Organe für die Landesgesundheitsagentur

Die Landesgesundheitsagentur wird drei Organe haben: den Beirat, den Aufsichtsrat und den Vorstand. Daneben gibt es auch die „Direktion Medizin und Pflege“. Sie wird den Vorstand unterstützen und Vorschläge in medizinischer und pflegerischer Hinsicht machen.

Weiters wird es GmbHs geben: Fünf Organisationsgesellschaften – je eine pro Gesundheitsregion – werden die Häuser leiten. Wobei die fünf Regionsbereiche nicht extra sein werden, sondern „Teil von allem“, betont Deimel. Und: Die Geschäftsführer der GmbHs werden – im Vergleich etwa zu den bisherigen Regionalmanagern – haften.

  • Eine Beteiligungs-GmbH bietet die Möglichkeit, sich an anderen Initiativen zu beteiligen.
  • Eine Service-GmbH wird sich um IT, Einkauf, Logistik usw. kümmern. Das entlastet die kaufmännisch Zuständigen und ermöglicht Einsparungen.
  • Eine GmbH widmet sich der Personalverwaltung.

Künftig soll es mit der NÖ Landesregierung eine mehrjährige Leistungsvereinbarung geben. Und: Das Amt der Landesregierung wird keinen direkten Zugang mehr haben, nur noch die Aufsicht. Außerdem: Alle Mitarbeiter werden Landesbedienstete des Landes NÖ sein.

„Es werden sieben Gesetze betroffen sein“, so Deimel. Die Begutachtung ist für Sommer geplant, im Herbst stehen Ausschüsse und Landtag am Programm. Mit 1. 1. soll es dann die Landesgesundheitsagentur geben, im Sommer der Vollbetrieb starten.