Pröll hält nichts von gegenseitigen Schuldzuweisungen. Niederösterreichs Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) ortet "eine schwierige Lage, in die die Republik aus bekannten Ursachen gekommen ist. Dennoch ist jetzt niemandem gedient, auch in Anbetracht der außergewöhnlichen Situation, sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen zu ergehen", sagte er am Donnerstag zur APA.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Mai 2019 (15:34)
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"Es ist Tradition und hat der Republik immer gutgetan, eine tragfähige Gesprächsbereitschaft aufrecht zu erhalten", erinnerte Pröll. Eine solche sei "in dieser problematischen Situation besonders gefragt - vor allem auch deswegen, weil wir alle am Vorabend wichtiger Richtungsentscheidungen in Europa stehen, die in der Folge für uns und unser Gemeinwesen große Auswirkung haben", betonte der Alt-Landeschef.

"Jede mit dieser Situation zusammenhängende Frage muss und - darauf vertraue ich - wird auch lückenlos aufgeklärt werden", sagte Pröll weiter. "Umso mehr ist geboten, jetzt aufeinander zuzugehen und mit Ruhe, Sachlichkeit und Rücksicht auf die Verantwortung aller Entscheidungsträger gegenüber der Bevölkerung in die nächsten Monate bis zur Nationalratswahl zu gehen, wo die Bürger über künftige politische Konstellationen entscheiden."