Bis zu 2.000 Euro Förderung für sicheres Wohnen. Land Niederösterreich stellt fünf Millionen Euro für Sicherheitseingangstüren und Alarmanlagen bereit.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 25. September 2019 (15:02)
Landesrat Martin Eichtinger und Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp (von links) informierten über die Aktion „Sicheres Wohnen“.
Wohlmann

„Ein Einbruch ist für den Betroffenen eine massive Verletzung der Privatsphäre“, weiß Landesrat Martin Eichtinger.

Gerade in der Zeit der Dämmerungseinbrüche im Herbst wird das Bedürfnis nach einem sicheren Zuhause größer. Landesrat Martin Eichtinger und Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp informierten daher am Mittwochvormittag in St. Pölten über die Aktion „Sicheres Wohnen“. Dabei können Bürger wieder Förderungen für Sicherheitseingangstüren ab der Sicherheitsklasse 3 und Alarmanlagen beantragen.

„Die Höhe der Unterstützung beträgt 30 Prozent der anerkannten Investitionskosten, die Obergrenze liegt bei maximal 1.000 Euro“, erklärte dazu Landesrat Eichtinger und führte dazu aus: „Beide Förderungen können geltend gemacht werden, insgesamt kann somit ein Maximalbetrag von 2.000 Euro ausbezahlt werden.“ Erfreulich: Man kann sich die Förderung auch rückwirkend für bereits getätigte Investitionen ab 1. Jänner 2019 holen. Die Aktion läuft bis zum 31. Dezember 2020.

„Einbrüche zu verhindern und zu klären, gehört zur zentralen Aufgabe der Polizei"

Die Aktion ‚Sicheres Wohnen‘ gibt es mittlerweile seit 2006 und sie wird von den Bürgern bestens angenommen.  Seither wurden 63.000 Anträge bewilligt und es wurden vom Land Niederösterreich 51 Millionen Euro an Zuschüssen ausgezahlt. „Durch diese Aktion haben wir ein Gesamtinvestitionsvolumen von 163 Millionen Euro im Sicherheitsbereich ausgelöst“, berichtete dazu Eichtinger. Aufgrund des Erfolges stellt das Land jetzt eben weitere fünf Millionen Euro dafür bereit. Die Fördergelder gibt es ab 4. November 2019.

„Einbrüche zu verhindern und zu klären, gehört zur zentralen Aufgabe der Polizei. Wir setzen dafür viel Technik ein und konnten international agierende Tätergruppen aus dem Balkanraum oder auch Südamerika festnehmen“, führte dazu Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp aus. Die Beibehaltung der Förderaktion sieht er als wichtige Maßnahme, denn: „Das zeigt neben der Arbeit der Polizei auf jeden Fall Wirkung. Immerhin blieb es in letzter Zeit bei 40 Prozent der Einbrüche beim Versuch.“

Neben Präsenz der Exekutive, Sicherheitstüren und Alarmanlagen, betonte er, „schafft auch Licht ebenso wie gute Nachbarschaft Sicherheit.“ Vor allem sollte die Bevölkerung keine Scheu haben, unabhängig der Tages- oder Nachtzeit, sofort die Exekutive bei verdächtigen Wahrnehmungen zu kontaktieren. Dabei wies er auf den kostenlosen kriminalpolizeilichen Beratungsdienst hin. Infos dazu gibt es auf jeder Polizeidienststelle oder beim Landeskriminalamt Niederösterreich, Kriminalprävention, Schanze 7
3100 St.Pölten, Tel.: 059133/30/3750, E-Mail: LPD-N-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at

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Die Anträge zur Förderung für Sicherheitseingangstüren ab der Klasse „WK 3“ und Alarmanlagen kann man online unter www.noe.gv.at/sichereswohnen stellen.

Weitere Informationen bei der NÖ Wohnbauhotline unter 02742/22 133, www.noe-wohnbau.at, www.noe.gv.at/sichereswohnen.