Niederösterreich startet Kampagne gegen Impfmythen

Mit Beiträgen in Sozialen Medien will Landespolitik über Corona-Impfmythen aufklären. So sollen Unsicherheiten genommen und Unter-30-Jährige zur Impfung animiert werden.

NÖN Redaktion Erstellt am 22. September 2021 | 16:30
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Präsentierten die neue Kampagne: Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Patientenanwalt Gerald Bachinger.
Foto: NLK/Filzwieser

64 Prozent der NÖ-Bevölkerung sind bisher gegen Corona geimpft. Damit die von Experten genannte mindestens erforderliche Durchimpfungsrate von 80 Prozent erreicht wird, müssten sich noch 77.000 Niederösterreicher impfen lassen. Um ein paar Verunsicherte oder Unentschlossene noch von dem Stich gegen Corona zu überzeugen, startete das Land heute eine Social-Media-Kampagne gegen Impf-Mythen.

"Ich lass mich nicht impfen, ich bade in Desinfektionsmittel" oder "Was die Impfung betrifft, glaube ich der Renate auf Insta und nicht meinem Arzt" lauten zwei der Sprüche, die junge Menschen in den kommenden zwei Wochen auf Instagram, TikTok und Spotify präsentiert bekommen. Diese lustigen Beispiele sollen die User auf die Webseite www.impfung.at locken, wo Impfmythen und Sorgen rund um die Impfung (beispielsweise, dass diese zu Unfruchtbarkeit führe oder Geimpfte eine Gefahr für Ungeimpfte darstellen) widerlegt werden. 

 "Wir wollen Mythen aufklären und jene, die noch unsicher sind, überzeugen", meinten Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Auch Patientenanwalt Gerald Bachinger betonte in seinem Appell: "Impfen ist keine private Angelegenheit", sondern habe "Auswirkungen auf uns alle" und auf das Gesundheitssystem.  Wunsch sei eine Impfquote von über 80 Prozent, "damit wir wieder in halbwegs normale Verhältnisse zurückfahren können" und es zu keiner neuerlichen Überlastung der Intensivstationen kommt. Aktuell sind 64 Prozent der Gesamtbevölkerung in Niederösterreich gegen Corona geimpft. In der Gruppe der 12- bis 19-Jährigen sind es 48 Prozent, in jener der 20- bis 29-Jährigen 61 Prozent.