Niederösterreich und Wien bauen "Zwillingsstationen" für Radverleih

Erstellt am 23. Juni 2022 | 14:25
Lesezeit: 3 Min
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Im Bild von links nach rechts: Stadtrat Peter Hanke, Geschäftsführerin Wiener Linien Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin Radland NÖ Susanna Hauptmann, Landesrat Ludwig Schleritzko
Foto: NLK Filzwieser
Radpendlerinnen und -pendler aus dem Wiener Umland können künftig an "Zwillingsstationen" sowohl Räder von WienMobil Rad und nextbike NÖ ausborgen und zurückgegeben.
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Um all jenen Nutzerinnen und Nutzern, die im Wiener Umland unterwegs sind oder über die Stadtgrenze pendeln, einen bequemen und raschen Umstieg zu bieten, verstärken der Wiener Radverleih-Anbieter "WienMobil Rad" und sein NÖ-Pendant "nextbike Niederösterreich" ihre Zusammenarbeit. 

An insgesamt fünf Standorten wurden sogenannte „Zwillingsstationen“ errichtet, wo sowohl WienMobil Räder als auch Räder von nextbike Niederösterreich ausgeliehen und zurückgegeben werden können. Die ersten solcher Stationen in Strebersdorf im Norden und in Stammersdorf im Nordosten sind bereits aktiv. Die Zwillingsstationen in Liesing und bei der Perfektastraße im Süden und in Hütteldorf im Westen Wiens wurden kürzlich eröffnet.

„Seit über zwölf Jahren setzen wir in Niederösterreich auf das nutzerfreundliche Leihradkonzept von nextbike. Besonders in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr können Leihräder ihre große Stärke entfalten und einen maßgeblichen Beitrag für die gesunde und nachhaltige Bewältigung der letzten Meile leisten", sagt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Für seinen Wiener Amtskollegen Peter Hanke höre Mobilität nicht an der Stadtgrenze auf. "Deshalb bringen wir gemeinsam mit Niederösterreich Initiativen auf den Weg, um den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern. Neben dem Ausbau der Straßenbahnlinie 72 von Simmering bis Schwechat setzen wir auch bei Leihrädern auf ein gemeinsames Vorgehen in der Ostregion.“

Neues Wiener Leihradsystem 

Seit 1. April ist das Wiener Leihradsystem WienMobil Rad in Betrieb: In diesen drei Monaten wurden 55.000 Fahrten unternommen. Fast die Hälfte der geplanten Stationen sind aktiv, bis zum Herbst wird das System wie geplant weiter ausgerollt. Im Vollausbau stehen 3.000 Räder an über 220 Stationen in ganz Wien zur Verfügung. Das Leihradsystem sei eine "umweltfreundliche Ergänzung zu den Öffis und anderen Sharing-Angeboten", sagt Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. Bis Herbst soll ein flächendeckendes Netz in Wien entstehen.

So funktioniert das "grenzüberschreitende Radpendeln"

Wer bereits einen nextbike-Account hat, kann sowohl das System in Niederösterreich als auch das System in Wien nutzen. Es gelten die Tarife und Vergünstigungen des jeweiligen Systems. Natürlich können auch Fahrten mit einem WienMobil Rad über die Stadtgrenze hinaus oder mit nextbike Niederösterreich in die Wiener City unternommen werden. Wichtig ist allerdings, dass die Räder wieder an einer Station im jeweiligen Bundesland zurückgegeben werden. Dafür wurden die Umsteigemöglichkeiten an den Zwillingsstationen geschaffen. Einfach das nextbike NÖ Rad zum Beispiel in Hütteldorf bei der nextbike NÖ Station abstellen und dann ein WienMobil Rad ausborgen und dieses an einer von bald über 200 Stationen in der ganzen Stadt zurückgeben.