Waldhäusl: Auch "anderes Ende der Leine" im Visier. Das im vergangenen Herbst novellierte NÖ Hundehaltegesetz soll nun auch "das andere Ende der Leine" ins Visier nehmen. Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) will einer Aussendung vom Mittwoch zufolge eine umfassende Ausbildung für alle Halter im Bundesland. Eine Expertenrunde unter der Leitung von Andrea Specht, Präsidentin des NÖ Tierschutzverbandes, habe ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 22. Juli 2020 (10:40)
Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ)
FPÖ NÖ

Die Hundehaltung in Niederösterreich soll nicht nur von mehr Sicherheit geprägt sein, sondern künftig auch für ein Mehr an Qualität sorgen, betonte Waldhäusl. Er erinnerte zudem, dass die Umsetzung der Leinen- und Maulkorbpflicht bei Menschenansammlungen im öffentlichen Bereich zu einem Rückgang der Bissverletzungen im Bundesland geführt habe.

Jetzt stehe die Ausbildung der niederösterreichischen Hundehalter im Fokus, die im Optimalfall folgende Punkte beinhalten wird: Noch vor der Anschaffung eines Hundes soll die Verpflichtung zu einem Beratungsgespräch bestehen. Immerhin könnte sich bereits im Vorfeld "herauskristallisieren, dass die Anschaffung einer Katze oder eines Nagers sinnvoller wäre", erläuterte Waldhäusl.

Soll es aber doch ein Hund werden, sei der Erwerb einer entsprechenden Sachkunde für alle Halter angedacht. Derzeit müssen nur jene Niederösterreicher eine solche nachweisen, die Listenhunde oder (per Bescheid deklarierte) auffällige Tiere halten. Thematisiert wird in der Expertenrunde auch die Einführung eines NÖ Hundepasses, wo künftig sämtliche Untersuchungen, Auffälligkeiten etc. angeführt werden sollen, so der Landesrat.

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