600 Millionen Euro für Ausbau. Investitionen in acht Standorte treiben die wohnortnahe medizinische Versorgung voran.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 12. Dezember 2017 (03:00)
Landesklinikum Wiener Neustadt
Das Landesklinikum wird neugebaut und ist voraussichtlich ab 2026 in der Nähe von MedAustron zu finden.

Sein Leben so lange wie möglich in Gesundheit verbringen – das Ziel der meisten Niederösterreicher soll mit dem Ausbau der NÖ Landeskliniken vorangetrieben werden. Dafür nimmt das Land Niederösterreich 600 Millionen Euro in die Hand. Um Patienten „höchst professionell und qualitativ auf höchstem Niveau zu versorgen“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Und das im besten Fall möglichst wohnortnah, denn die Basis für internationale Spitzenmedizin, optimale Standards und motivierte Mitarbeiter sei die Infrastruktur. Um auch in diesem Bereich „up to date“ zu bleiben, wird weiter in die NÖ Landeskliniken investiert: „Wir wollen die kleinen Standorte aufrecht erhalten und die großen mit einem Schwerpunkt versehen“, sagt Mikl-Leitner.

Der größte Investitionsanteil des landesweiten Ausbaus wird in das Landesklinikum Wiener Neustadt fließen: Mit rund 535 Millionen Euro soll in der Nähe von MedAustron das Landesklinikum neu gebaut werden. „Nächsten Herbst wollen wir das Bauprojekt dem Landtag vorlegen, damit die Bauphase schon 2018/2019 beginnen kann“, führt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf aus. 2026 soll das Landesklinikum eröffnet werden.

Krems: Drei zusätzliche Strahlentherapiegeräte

Weitere Investitionen fließen in den Standort Krems (22,5 Mio. Euro) für die Anschaffung dreier zu den aktuell sechs vorhandenen Strahlentherapiegeräten und damit einher auch in 55 zusätzliche Arbeitsplätze, in einen Bildungscampus in Mauer (16,8 Mio Euro), sechs zusätzliche Kindergartengruppen im Landesklinikum St. Pölten (3,3 Mio. Euro), den Neubau der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Zwettl (zwei Mio. Euro) sowie die Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Tulln (12,8 Mio. Euro). Im Zuge dessen seien auch die Erweiterung der Tagesklinik für Erwachsenenpsychiatrie, die Errichtung einer Sonder- und Heilstätten-Schule und die Verlegung der kaufmännischen Direktion enthalten.

Investiert wird auch in zwei aktuelle Projekte im Weinviertel, in Hollabrunn und Gänserndorf: 5,1 Mio. Euro fließen in den Ausbau des Landesklinikums Hollabrunn für die Neugestaltung des Eingangs- und des Ambulanzbereiches, die Errichtung einer Tagesklinik mit acht Plätzen sowie Verbesserungen in der Radiologie. „Im Medizinischen Zentrum Gänserndorf wird ab 1. Jänner 2018 ein neues interdisziplinäres ‚Kompetenzzentrum Hand’ eingerichtet“, fügt Pernkopf hinzu. Dadurch können im Jahr 250 Operationen mehr durchgeführt werden.