Waldhäusl für Haltungsverbot von Spinnen und Schlangen. NÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) tritt für ein generelles Haltungsverbot von Spinnen, Schlangen & Co in niederösterreichischen Privathaushalten ein.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 28. Juni 2020 (19:05)
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Das sei "unumgänglich" und ein "Gebot der Stunde". Derartige Wildtiere würden ein Sicherheitsproblem darstellen: Entkommen oder ausgesetzt könnten sie Leben von Zivilpersonen ebenso wie von Einsatzkräften gefährden, so Waldhäusl.

Auch zahlreiche Niederösterreicher würden Gefallen an der Haltung von Spinnen, Skorpionen, Krokodilen, andere Echsen, Giftschlangen, Riesen- oder Würgeschlangen finden, betonte der Landesrat am Sonntag. Das Sicherheitsproblem werde jedoch ausgeblendet, "obwohl die Tiere oft sehr lebensbedrohlich giftig sind". Davon betroffen seien die Halter selbst, aber nicht selten auch Kräfte der Feuerwehr, Rettung oder Polizei, die bei einem Einsatz keinerlei Wissen darüber hätten, "dass sich todbringende Tiere im Haus befinden. Hier muss die Politik handeln, um Leben zu schützen".

Einzig gangbarer Weg dabei sei ein "generelles Verbot von Zucht, Handel, Erwerb und Haltung von gefährlichen Wildtieren in Niederösterreich", mit entsprechender, unbedingt notwendiger Übergangsfrist, so Waldhäusl in einer Aussendung. Bis dahin müssten Wohnobjekte, wo derartige Tiere gehalten werden, mit einem Schild im Eingangsbereich ausgestattet werden, um öffentlich auf die bestehende Gefahr hinzuweisen.