Liste Frank: Brisanter Brief-Verkehr. Die internen Turbulenzen der Liste Frank (Team NÖ und Team Stronach) beschäftigen mittlerweile verschiedenste Stellen.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 28. Oktober 2014 (06:16)
Klubobmann Ernest Gabmann jun. (l.) und sein Vorgänger Walter Laki: Die ehemaligen Weggenossen an der Seite von Frank Stronach haben sich nichts mehr zu sagen, auch wenn sie noch im gleichen Landtagsklub - Liste Frank - sitzen.
NOEN, Foto: Marschik

Als Landtagsabgeordneter Walter Laki (Team Stronach) am Donnerstag bei einer „Aktuellen Stunde“ im Landtagssitzungssaal ans Rednerpult ging, konnte das bloß als kleine Fitnessübung gewertet werden. Zu sagen hatte er nicht viel, weil ihm ein Vorredner aus seinem Klub nur noch zwei Minuten übrig gelassen hatte.

Dies war unter anderem ein deutliches Zeichen, wie weit der Konflikt innerhalb der Liste Frank bereits ist. Die drei Mitglieder des Teams NÖ – darunter Klubobmann Ernest Gabmann jun. – und die beiden Mitglieder des Teams Stronach können nicht mehr miteinander. Das wird auch mit verschiedensten Briefen ausgelebt.

Landtagsdirektor und Landesrechnungshof: "Nicht zuständig" 

Walter Laki wandte sich an Landtagspräsident Hans Penz, um Klärung bei den für ihn undurchsichtigen Finanzen seines Klubs zu erhalten. Das schrieb er auch an das Magazin „profil“, wobei er einen zusätzlichen Werkvertrag für einen Team-NÖ-Landtagsabgeordneten und einen Beratervertrag für einen Ex-Flughafen-Mitarbeiter ins Spiel brachte.

Der Klub wiederum wollte den Landesrechnungshof einschalten. Landtagsdirektor und Landesrechnungshofdirektorin erklärten jedoch ihre Unzuständigkeit. Woraufhin Laki nochmals an Penz schrieb, um Klarheit über den Klubstatus der Liste Frank zu erhalten. Das ging auch in andere Landtagsparteien.

Beim Team NÖ wird vermutet, dass die Landespartei des Teams Stronach hinter allem steckt. Deren Pressesprecher Rettenmoser dazu: „Nein“.