NÖ Tageskliniken verzeichneten steigenden Zulauf. Die Tageskliniken der NÖ-Spitäler unter dem Dach der Holding haben sich gut etabliert, sagte Landesrat Karl Wilfing (ÖVP) bei der Präsentation einer Patientenbefragung am Mittwoch.

Erstellt am 12. Februar 2014 (12:53)
NOEN, NÖ Landesregierung
Karl Wilfing besuchte vergangene Woche die Tagesklinik. Im Bild: der Landesrat im Gespräch mit Primar Wolfgang Pichler, dem Ärztlichen Leiter des Medizinischen Zentrums Gänserndorf. Foto: Landesregierung
2013 wurden mehr als 28.200 tagesklinische Behandlungen durchgeführt, was einem Anteil von 7,62 Prozent an stationären Aufenthalten entspricht (Österreich-Durchschnitt: 5,12 Prozent, 2009 in NÖ: 2,49).

Stolzer Landesrat: "Deutlich höchster Wert aller Bundesländer"

85 Prozent aller Operationen wegen Grauen Stars erfolgten tagesklinisch - laut Wilfing fünf Prozent mehr als in Deutschland. "Darüber hinaus definiert der Bund im Zielsteuerungskatalog tagesklinische Leistungen. Hier erreichen wir schon heute zu 60,2 Prozent die Zielwerte - das ist der deutlich höchste Wert aller Bundesländer." Ziel sei es, die tagesklinischen Leistungen weiter auszubauen.

Bei den Augen-OP lag das Durchschnittsalter bei 73,2 Jahren, bei allen anderen - von Knie-Arthroskopien über kleine gynäkologische Eingriffe bis zur Krampfadernentfernung und Nierensteinzertrümmerung - bei 51,9 Jahren.

17 Prozent der Patienten bekamen innerhalb von 14 Tagen einen OP-Termin, zwei Drittel innerhalb von drei Monaten. 98 Prozent der Patienten konnten das Spital noch am selben Tag verlassen, doch über Nacht zu bleiben geschah meist auf eigenen Wunsch.

Seit Übernahme 130 Millionen in der Betriebsführung eingespart

An 27 Krankenhaus-Standorten mit 20.000 Mitarbeitern werden jährlich 170.000 Operationen durchgeführt und 384.000 Patienten stationär betreut. Seit der 2008 abgeschlossenen Übernahme der Häuser durch die NÖ Landeskliniken-Holding wurden laut Wilfing 130 Millionen Euro in der Betriebsführung eingespart.

Der Fokus liege aber auf bester medizinischer Versorgung, verwies Wilfing auf das Qualitätsmanagement. Patientenkritik werde konstruktiv behandelt, nannte der Landesrat u.a. eine Adaptierung der Essenszeiten.

Erstmals wurden 2013 auch Tagesklinik-Patienten befragt, der Rücklauf betrug knapp 43 Prozent. 94,3 Prozent waren demnach mit der Terminabstimmung zufrieden, 87,3 Prozent mit der Wartezeit zwischen der Aufnahme und dem Eingriff, knapp 96 Prozent mit dem Entlassungsmanagement inklusive Beratung. Das für Wilfing Erfreulichste: 97,7 Prozent gaben an, sich wieder tagesklinisch behandeln lassen zu wollen.