NÖ und Tschechien feiern 25 Jahre Interreg. Seit 1995 arbeitet man in Niederösterreichs und Tschechiens Grenzregionen auch im Zuge von Europas wichtigstem Regionalentwicklungsprogramm Interreg zusammen. Jüngstes Beispiel: das grenzüberschreitende Gesundheitszentrum in Gmünd und České Velenice, in dem man schon im Frühjahr 2021 die ersten Patienten betreuen will.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 13. Januar 2020 (12:52)
Präsentierten im St. Pöltner Landhaus die erste Bilanz zu 30 Jahren Interreg europaweit und 25 Jahren Interreg-Projekten zwischen NÖ und Tschechien: Michael Böhm, ärztlicher Standortleiter des Landesklinikums Gmünd, Zdeněk Semorád, Vizeminister der Tschechischen Republik, Landesrat Martin Eichtinger und Kathrin Huber, Verwaltungsbehörde Interreg Österreich - Tschechien.
NLK / Burchhart

"Hervorragend" und "bewährt" ist sie, die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien - seit dem Fall des Eisernen Vorhanges und seit dem Start der Interreg-Programme. Die "verbinden", so Niederösterreichs EU-Landesrat Martin Eichtinger, seit mittlerweile 25 Jahren grenzüberschreitend und EU-mitfinanziert "Menschen". 

Rund 700 Projekte habe man seit 1995 bereits abgewickelt, mit Fördergeldern in Höhe von 109 Millionen Euro alleine für Niederösterreich. Seit 2014, also in der bis heuer laufenden Förderperiode, hat man 60 Projekte mit 324 Partnern und 84 Millionen Euro für alle österreichisch-tschechischen Interreg-Projekte geplant, finanziert und zum Teil bereits abgeschlossen. "Für uns", meint Zdenek Semorád, Vizeminister in Tschechiens Regionalministerium, "ist Interreg sehr, sehr wichtig."

Thematisch sei die Bandbreite dabei "sehr groß", so Interreg-Koordinatorin Kathrin Huber. Und reiche von Radwegen über Forschungskooperationen bis hin zur Gesundheitsversorgung. "Eines unserer Vorzeigeprojekte" sei dabei das grenzüberschreitende Gesundheitszentrum in Gmünd und České Velenice. 

Dort, wo man schon seit 2013 im Gmünder Landesklinikum auch Patienten aus Tschechien versorgt ("derzeit stehen wir bei 7.600 versorgten Patienten", so Primar Michael Böhm), wird seit Mai 2019 ja das europaweit erste derartige Zentrum errichtet, "zwischen den beiden Städten und direkt an der Staatsgrenze". Ende 2020 / Anfang 2021 will man dieses eröffnen und "im Frühjahr nächsten Jahres schon die ersten Patienten betreuen", so Martin Eichtinger.