NÖ unterstützt "Green New Deal". Der Salon des Europa-Forum Wachau findet diesmal online statt. Thema ist der „Green New Deal“ der EU. Zuschauer sind eingeladen ihre Meinung einfließen zu lassen.

Von Fabiola Noll. Erstellt am 16. Oktober 2020 (18:09)
Europa-Forum Wachau

Das Europa-Forum Wachau veranstaltete gemeinsam mit der Bewegung des Land NÖ, „Natur im Garten“, den bereits vierten Salon. Die sogenannte Ideenschmiede für zentrale europäische Themen wurde Corona-bedingt online abgehalten. Thema war dieses Mal der „Green New Deal“ der EU. Dieser gibt vor Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. „Ein ambitioniertes Ziel, das wir Niederösterreicher selbstverständlich mittragen“, betont Landehauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die Gespräche finden in den Garten Tulln statt. Sie sind die einzige Gartenschau in Europa, die vollkommen ökologisch gepflegt wird. 

"Building back better"

Sowohl der Landesrat und Präsident des Europa-Forum Wachau Martin Eichinger, als auch zahlreiche andere Gäste wurden im Salon zu den Themen „Green Deal“, „Green Infrastructure“ und „Green Jobs“ befragt. Der Referatsleiter für Multiliterale Zusammenarbeit im Umweltbereich der Europäischen Kommission, Hugo-Maria Schally, appellierte: „Die Wirtschaftskrise muss unter dem Motto ‚Building back better‘ bewältigt werden. Es braucht eine nachhaltige Wachstumsstrategie.“ Die Geschäftsführerin des Innovationslabors GRÜNSTATTGRAU, Susanne Formanek, berichtete von der Notwendigkeit der Begrünung von Gebäuden. Grüne Fassaden und Dächer dienen der Kühlung. Klimaanlagen könnten somit eingespart werden. Zum Thema „Green Jobs“ wurde die Gartenbauschule Langenlois besucht. Der Fachschuldirektor, Franz Fuger, erzählte: „Seit der Corona-Pandemie ist der Trend zur Natur spürbar größer geworden.“

Mitsprache bei zentralen EU-Themen 

Das Format enthält jedoch noch eine andere Komponente. Der Landesrat erklärte: „Die Salons sollen den Bürgerinnen und Bürgern die Chance bieten zu großen EU-Themen Stellung zu beziehen und ihre Anregungen und Wünsche zu äußern“. Auch dieses Mal war es für die Zuschauer möglich sich zwischenzeitlich an dem Diskurs zu beteiligen. Via QR-Code konnte man die Fragen „Soll sich Niederösterreich in der EU verstärkt für Natur im Garten einsetzen?“ „Würden Sie ihre Hausfassade/Balkone begrünen?“ und „Soll die EU die Ausbildung und Schaffung von ‚Green Jobs‘ besonders fördern?“ beantworten. Die Themen würden dann beim Europa-Forum Wachau von internationalen Experten diskutiert und von dort dann auch in die Institutionen der EU nach Brüssel getragen werden.  

Der nächste Salon des Europa-Forum Wachau findet am 26. November zum Thema „a healthy Europe“ statt.  

https://www.europaforum.at/veranstaltungen/4-salon-efw-onlineproduktion-mit-natur-im-garten/