NÖ vertieft Partnerschaft mit Ukraine. Export, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung, Digitalisierung und Tourismus stehen im Fokus des am Dienstag unterzeichneten Abkommens zwischen Niederösterreich und der Oblast Kiew, einer Region in der Ukraine. Das Land NÖ möchte mit dieser weiteren Kooperation ein wichtiges Signal senden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. September 2020 (10:50)
Vasyl Volodin, Regionspräsident Kiew, und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem unterzeichneten Memorandum of Understanding
NLK Reinberger

Der Staatsbesuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Wien war am auch für Niederösterreich von Bedeutung. In symbolträchtigen Ambiente und auch im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Regionspräsident Wasyl Wolodin sowie Landesrat Martin Eichtinger  (ÖVP) unterzeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ein internationales Memorandum of Understanding mit der Region Kiew. 

„Dieses Kooperationsabkommen ist ein wichtiges Signal und eine Intensivierung unserer bereits bestehenden Zusammenarbeit. Niederösterreich wird sein internationales Netzwerk noch stärker nutzen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen", erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, weshalb die Partnerschaft in den Bereichen Export, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung, Digitalisierung und Tourismus gestärkt werden soll. 

Bestehende Kooperation stärken

„Dieses Abkommen ist ein wichtiger Schritt, um die bestehenden Kontakte weiter zu vertiefen und neue Projekte zu entwickeln. Für Niederösterreich ist es wichtig, breite internationale Kontakte aufzubauen“, so Landesrat Martin Eichtinger, der der Region Kiew attestiert "auch räumlich Ähnlichkeiten mit Niederösterreich" aufzuweisen. "Wir freuen uns auf viele weitere Projekte", meint der Landesrat.

Auch im Bereich der Kultur werden Kooperationen ausgebaut und der Kulturaustausch intensiviert. Niederösterreich soll international stärker als Kulturland  positioniert werden. Gelingen soll das etwa mit Artist-in-Residence-Programmen oder Austauschprogrammen, wie jenen zwischen den Musikschule St. Pölten und in der Region Odessa.


Kooperationen mit der Ukraine gibt es in NÖ bereits jetzt, etwa durch die zwei transnationalen Studienprogrammen des IMC-Krems, den Bachelor-Studiengang Export-oriented Management und den Masterstudiengang International Business and Export Management. Beide werden seit 2007 in Kooperation mit der Krok University in Kiew angeboten. Vier Studierende aus Kiew kommen dazu beispielsweise dieser Tage in Krems an.  
Zudem pflegen zahlreiche niederösterreichische Unternehmen gute Kontakte bzw. verfügen über Standorte in der Ukraine – von der Logistik, über Verpackungsindustrie bis hin zu Elektrotechnik. Ziel des neuen Abkommens ist es daher auch, niederösterreichische Unternehmen in den Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine zu stärken.