75 Einwände gegen neue Bauordnung. Land muss sich bei Neufassung der NÖ Bauordnung mit 75 Einwänden bzw. Anmerkungen befassen. Einspruch auch von SPÖ.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 18. August 2014 (09:17)
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Das Bauen soll in NÖ einfacher und günstiger werden. Dazu wird Ende September eine neue NÖ Bauordnung beschlossen.
NOEN, Erwin Wodicka / wodicka@aon.at

Wenn alles nach Plan läuft, sollte Ende September im NÖ Landtag die neue NÖ Bauordnung beschlossen werden. Zuvor muss sich die zuständige Fachabteilung des Landes aber noch mit 75 Einwändungen befassen. Diese sind während der öffentlichen Einsicht in die Bauordnungs-Unterlagen eingetroffen. Ein heftiger Protest kam vom Klagsverband wegen Maßnahmen bei der Barrierefreiheit. Nun meldete sich auch SPÖ-Landeshauptmannstellvertreterin Karin Renner zu Wort und protestierte gegen die geplante Abschaffung der Notkamine im kommunalen Wohnbau.

Bei den Notkaminen handelt es sich um die derzeitige Vorschrift, dass in allen Wohnungen die Möglichkeit eines Anschlusses einer alternativen Heiz- und Wärmequelle – etwa eines Holzofens – gegeben sein muss. Diese Vorschrift helfe bei Versorgungsengpässen etwa von Gas oder bei Stromausfällen, so Renner. Die Streichung würde keine maßgebliche Kostenreduktion bedeuten, so Renner. Aber mit der Kostenreduktion argumentiert man im Büro von der zuständigen Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team NÖ). Die „Notkamine“ würden nicht abgeschafft, aber sie seien kein Muss mehr. So könne man speziell im sozialen Wohnbau die Baukosten senken. Kaufmann-Bruckberger zur neuen Bauordnung: „Es ist uns um weniger Vorschriften gegangen, um so ein günstigeres Bauen zu ermöglichen.“ Das sei alles in engster Zusammenarbeit mit dem ÖVP-Klub, den Bürgermeistern und Experten passiert.

Übrigens: Ein Einwand wurde gegen die verpflichtenden Brandmelder in Wohnräumen deponiert. Das bedeute keine Verteuerung, so die Reaktion aus dem Landesrat-Büro.