NEOS wollen Lockdown-Ende für Kultur, Sport und Gastro. "Smarte Öffnungsschritte", fordert die pinke Landessprecherin Indra Collini. Für Sport- und Kulturbetriebe sowie die Tagesgastronomie sei das mit Hygiene-Maßnahmen einfach möglich. Rot sieht sie hingegen für die Nachtgastronomie oder große Konzerte.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 17. Februar 2021 (11:25)
NEOS NÖ

"Die Gesundheitskrise wird für immer mehr Menschen zu einer wirtschaftlichen Existenzkrise", meint NEOS-Landessprecherin Indra Collini. Geht es nach den Pinken, braucht es "endlich" eine Perspektive und "Öffnungsschritte".

Kultur- und Sportstätten würde Collini, mit entsprechenden Begleitmaßnahmen, sofort öffnen. Auch das Vereinsleben müsste man wieder ermöglichen. In einem nächsten Schritt sollen dann für Geimpfte, natürlich Immunisierte und Getestete die Hotellerie, die Tagesgastronomie und die Universitäten aufsperren.

Keine guten Chancen für eine Öffnung sieht die NEOS-Landessprecherin hingegen für die Nachtgastronomie, die sich seit beinahe einem Jahr im Dauerlockdown befindet. Auch ein Konzert mit 500 Menschen werde momentan nicht möglich sein. 

Dass sie arbeiten will, verdeutlicht Unternehmerin Dalia Fahmy bei einem Pressegespräch der NEOS: "Ich verstehe die Welt nicht mehr", sagt die Betreiberin eines Fitness- und Gesundheitsstudios in Deutsch-Wagram (Bezirk Gänserndorf). Trotz Investitionen etwa in eine Lüftungsanlage müsse sie ihr Studio geschlossen halten. Sie appelliert an die Bundesregierung, den Lockdown zu beenden. "Es kann ja jemand kommen und kontrollieren, ob das Öffnen der jeweiligen Betriebe gefahrlos möglich ist." 

NEOS sind für Reaktivierung der Corona-Ampel

Zu den Öffnungsschritten fordern die NEOS die Reaktivierung der Corona-Ampel: Wenn es in einer Region ein starkes Infektionsgeschehen gibt, würde sie über diese wieder einen strengeren Lockdown verhängen. Aber: "Ich muss nicht Wien zumachen, weil es einen Cluster im Zillertal gibt", sagt Collini. 

Vom Land NÖ fordern die NEOS Begleitmaßnahmen, mit denen Öffnungsschritte möglich sind. Konkret ist das der Einsatz von Heimtests, um die Teststraßen zu entlasten. Außerdem brauche es eine bessere Impf-Koordination und das Land müsse Druck auf regionale Maßnahmen machen. "Wir müssen endlich Perspektiven schaffen und lernen mit dem Virus zu leben", fordert Collini.