Vorhang auf: Die Kultur macht wieder auf!. Erst die Musikschulen, dann die Museen und ab Mitte Mai mit Gastro und Co. auch die Theater: Wann Niederösterreichs Kultur wo wieder aufmacht, wer was spielt und was dort nach den jüngsten Ankündigungen gilt. Ein Überblick.

Von Michaela Fleck. Update am 29. April 2021 (12:14)

Beim Zusperren war sie wieder die erste. Beim Aufsperren ist sie diesmal nicht – wie 2020 – die letzte. Im Gegenteil. Bis Mitte Mai soll die Kultur auch in Niederösterreich wieder hochgefahren sein. Und hat damit schon diese Woche begonnen. 

Seit Montag wird in Niederösterreichs Musikschulen - wie auch in den anderen Schulen des Landes - wieder vor Ort, also: im Präsenzunterricht musiziert, ebenso in Niederösterreichs Kreativakademien. Voraussetzungen dafür sind Abstand (bei Bläsern, Sängern und Tänzern mehr), Lüften, Masken und Tests, die aktuellen Regeln hat Niederösterreichs Musik & Kunst Schulen Management auf www.mkmnoe.at zusammengefasst.

Kommende Woche, also: nach dem Ende des harten Lockdowns, sollen auch Niederösterreichs Museen, Bibliotheken, Büchereien, Archive und Galerien wieder aufsperren – mit Abstand und Masken, aber (derzeit) ohne Tests. Konkret wollen etwa Kunsthalle und Landesgalerie an der Kremser Kunstmeile am 4. Mai öffnen, ebenso das Museum Niederösterreich im St. Pöltner Kulturbezirk oder das Arnulf Rainer Museum im Badener Frauenbad.

Das Kremser Karikaturmuseum feiert schon am 3. Mai wieder mit Publikum sein Jubiläumsjahr, die Schallaburg reist ab 3. Mai wieder in die Ferne. Und das Weinviertler Museumsdorf in Niedersulz öffnet ebenfalls ab 3. Mai seine Tore zur heurigen Museumssaison -und zeigt als Sonderschau "Schlafzimmerbilder". In Gugging sperrt man am 6. Mai mit gleich zwei neuen Schauen wieder auf. Das Museum zeigt in „gugging.! classic & contemporary“ Neues und Altbekanntes von den Gugginger Künstlern. Und die Galerie lässt in „arche noah“ Helmut Hladisch und Jürgen Tauscher auf Basel Al-Bazzaz treffen.

Ab 19. Mai sollen auch Theater, Kinos und andere Kulturveranstalter wieder vor Publikum spielen – mit Abstand, Masken, Tests, maximal 50 Prozent Auslastung und nur bis 22 Uhr. „Wir machen auf, sobald wir dürfen“, meint man dazu in der Kulturabteilung des Landes. Und in Niederösterreichs Landestheater spricht man gar von einem „Befreiungsschlag“ – und hat bis Saisonende gleich noch zwei Uraufführungen am Premierenplan (Teresa Dopplers "Monte Rosa" und Bernhard Studlers Bürger*innentheater "Eine Stadt sucht ihr Theater").

In St. Pöltens Festspielhaus sperrt man "mit großer Freude" gleich am 20. Mai wieder auf - und tanzt mit der Budapester Compagnie Recirquel einen „Cirque Danse“.

Und in St. Pöltens Bühne im Hof ruft man laut "Juhu!" und freut sich "ganz unbändig" auf die erste Vorstellung am 21. Mai. Zu Gast: Nikbakhsh & Oppitz, am Programm: "Wählt uns!" 

Und ab 4. Juni wollen Niederösterreichs Sommertheater plangemäß in ihre Sommersaison starten - mit Ödön von Horváths „Hin & Her“ im Sitzenberger Schloss als erster Premiere 2021.