ÖVP fordert Gleichbehandlung von AHS und NMS. ÖVP-Generalsekretär Rauch hat am Donnerstag an Unterrichtsministerin Schmied appelliert, künftig auch an den Gymnasien die Höchstzahl von 25 Schülern pro Klasse einzuhalten. Er forderte im Ö1-Mittagsjournal in Reaktion auf Vorwürfe der AHS-Lehrergewerkschaft eine Gleichbehandlung von Gymnasien und den mit sechs zusätzlichen Werteinheiten ausgestatteten Neuen Mittelschulen (NMS).

Erstellt am 28. Juli 2011 (16:36)

ÖVP-Generalsekretär Rauch hat am Donnerstag an Unterrichtsministerin Schmied appelliert, künftig auch an den Gymnasien die Höchstzahl von 25 Schülern pro Klasse einzuhalten. Er forderte im Ö1-Mittagsjournal in Reaktion auf Vorwürfe der AHS-Lehrergewerkschaft eine Gleichbehandlung von Gymnasien und den mit sechs zusätzlichen Werteinheiten ausgestatteten Neuen Mittelschulen (NMS).

Die Kritik an der Überschreitung der Klassenschülerhöchstzahl an den AHS, die auch vom Rechnungshof (RH) in einem Bericht Anfang dieses Jahres festgestellt wurde, müsse sich "in Luft auflösen bis zum Schulbeginn", betonte Rauch. Laut Unterrichtsministerium hat sich die Situation allerdings seit der RH-Prüfung verbessert. "Es kann nicht sein, dass die Gymnasien benachteiligt werden", pochte Rauch darauf, dass der Erhalt der AHS-Unterstufe von der Regierung vereinbart wurde. Zum Vorwurf der Lehrervertreter, die AHS würden finanziell ausgehungert, meinte er: "Ich hoffe nicht, dass das so ist." Schmied verfüge über das notwendige Budget. "Eine Diskriminierung der AHS wäre ein Bruch des Koalitionsabkommens."

Die SPÖ betonte in Reaktion auf diese Kritik, dass es schon jetzt eine Gleichbehandlung von AHS und Neuer Mittelschule gebe. "Wie vereinbart erhalten die Gymnasien in Österreich die finanziellen Ressourcen, die sie benötigen", so SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl am Donnerstag in einer Aussendung. Zudem würden etwa 80 Mio. Euro pro Jahr für den Ausbau ganztägiger Schulformen zur Verfügung gestellt, die auch den AHS offen stehen. "Es liegt an den Schulen, sich dieses Geld abzuholen", so Kuntzl.

Die Klassengrößen an den AHS seien bereits in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden - von durchschnittlich 25,4 Schülern pro Klasse im Schuljahr 2006/2007 auf 23,63 im Schuljahr 2010/11, womit auch auch die Betreuungssituation erheblich verbessert worden sei. Damit liege man sogar unter dem Richtwert von 25 Kindern pro Klasse, der um maximal 20 Prozent überschritten werden darf. "Und wir setzen uns dafür ein, die Klassengrößen weiter zu senken", betonte Kuntzl.