ÖVP-Frauen setzen auf Familienpolitik. Die ÖVP-Frauen setzen in ihrem Frauenwahlkampf vor allem auf familienpolitische Themen. Unter dem bekannten Motto "Stark. Schwarz. Weiblich" touren sie durch Österreich.

Erstellt am 23. August 2013 (11:50)
Auf Landesfrauenkonferenzen wollen sie ihre Forderungen deutlich machen "Selbstbestimmt statt fremdgesteuert" laute die Devise, sagte Dorothea Schittenhelm, Bundesleiterin der ÖVP-Frauen.

Schittenhelm: "Reduzieren Frauenpolitik nicht auf Gendern und Quoten"

"Frauenpolitik ist eine Querschnittsmaterie, die Berücksichtigung in allen Bereichen finden muss", so Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Kernforderungen seien unter anderen gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, die HPV-Impfung auf Krankenschein, vier Jahre Pensionsanrechnung pr.o Kind sowie die Verlängerung der Pflegefreistellung von einer auf zwei Wochen.

"Wir reduzieren Frauenpolitik nicht auf Gendern und Quoten", meinte Schittenhelm. Das Frauenministerium würden die ÖVP-Frauen nach der Wahl gerne in schwarzer Hand sehen - diese Aufgabe könne sowohl von einem Mann als auch von einer Frau wahrgenommen werden, so Mikl-Leitner.

Doppelbelastung mit Familie und Einkommensdifferenzen problematisch

Auch wenn Frauen Männern rechtlich zu hundert Prozent gleichgestellt seien, sei es noch ein weiter Weg in Richtung tatsächlicher Gleichstellung, sagte Mikl-Leitner. Sie wolle Frauen den Mut und das Selbstvertrauen geben, ihre Chancen zu nützen. Vor allem durch die Doppelbelastung Familie und Beruf und die Einkommensunterschiede seien Frauen nach wie vor benachteiligt.

Weitere Forderungen der ÖVP-Frauen seien deshalb die Anrechnung von Kinderbetreuungszeiten bei Gehaltsvorrückungen und die Anerkennung von Elternkarenzzeiten als Vordienstzeiten in allen Kollektivverträgen, der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und die Einführung eines Steuerfreibetrags von 7.000 Euro pro Kind und Jahr.