Erstellt am 10. Januar 2017, 02:26

von Martin Gebhart

Landtagswahl 2018: Wie planen die Parteien?. Klubobleute sehen keinen Grund für Hektik im heurigen Frühjahr.

Symbolbild  |  Robert Biedermann/Shutterstock.com

„Wie immer arbeiten wir intensiv bis knapp vor Ende der Legislaturperiode, dann folgt ein kurzer Wahlkampf und nach der Wahl geht es wieder weiter.“ ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger sieht die Vorbereitungen im heurigen Jahr auf die Landtagswahl 2018 eher gelassen. „Die Entscheidungen im Hinblick auf die Wahl werden zeitgerecht getroffen“, so der Wiener Neustädter.

Klaus Schneeberger (ÖVP) will 2018 höchstwahrscheinlich nochmals für seine Landespartei kandidieren.  |  Marschik

Bleibt die Frage des Spitzenkandidaten der ÖVP, ob Landeshauptmann Erwin Pröll nochmals antritt oder nicht. Schneeberger: „Die Frage des Spitzenkandidaten ist momentan kein Thema.“ Das werde sicher nicht so schnell entschieden.

 

Was für ihn allerdings klar ist: Eine vorgezogene Neuwahl im Herbst des heurigen Jahres, wie es die FPÖ vermutet, wird es nicht geben. Schneeberger: „Das ist auszuschließen. Eine Partei, die eine absolute Mehrheit bekommen hat, wie wir, kann nicht vorzeitig in Neuwahlen ausweichen, das würde niemand verstehen.“ Man könne auch 2018 so disponieren, dass man nicht mit einer Nationalratswahl zusammenfällt.

Was er für sich schon geklärt hat: Klaus Schneeberger, seit 1993 Landtagsabgeordneter und seit 2000 auch Klubobmann der ÖVP im Land, wird sich im Jahr 2018 selbst nochmals der Wahl stellen.

SPÖ stellt Weichen bei einer Klubklausur

Ähnlich geht SPÖ-Klubobmann Alfredo Rosenmaier in das Jahr vor der Wahl. „In aller Unaufgeregtheit werden wir uns im Frühjahr damit auseinandersetzen“, so Rosenmaier. Die Weichen dazu sollen in einer Klubklausur gestellt werden, bei der auch Landesvorsitzender Matthias Stadler dabei sein wird. Ein Termin dafür ist noch nicht fixiert. Rosenmaier: „Es drängt nichts.“

Alfredo Rosenmaier (SPÖ) will 2018 höchstwahrscheinlich nochmals für seine Landespartei kandidieren.  |  Marschik

Natürlich werde es auch um die Frage der Spitzenkandidatin oder des Spitzenkandidaten gehen. Rosenmaier: „Das ist eine Aufgabe, die der Vorsitzende zu lösen hat.“ Er glaubt nicht, dass diese Frage davon abhängig sein wird, ob Erwin Pröll nochmals antritt oder nicht. Ob Rosenmaier selbst nochmals antritt, hat er noch nicht ganz entschieden: „Ich muss es mir noch genau überlegen, ich kann es mir aber gut vorstellen.“