FPÖ: Klatsche für Rosenkranz. Obmann Walter Rosenkranz mit nur 68 Prozent wiedergewählt. Landbauer gefeiert.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 03. Juli 2018 (01:46)
APA/Punz
Walter Rosenkranz am Landesparteitag der FPÖ in Wiener Neustadt: Er wurde mit 68,22 Prozent wiedergewählt. 

Blasmusik, Einmarsch mit Fahnen und eine volle Halle: In der Arena Nova in Wiener Neustadt hielt die FPÖ am Samstag ihren Landesparteitag ab. In ihren Reden betonten der geschäftsführende Landesparteiobmann Christian Höbart, Generalsekretär Harald Vilimsky und Landesparteiobmann Walter Rosenkranz die Wahlerfolge der FPÖ, dazu wurden Minister, aber auch Landesrat Gottfried Waldhäusl abgefeiert.

FPÖ
Udo Landbauer

Für Walter Rosenkranz setzte es bei der Wiederwahl zum Obmann – er hatte keinen Gegenkandidaten – trotzdem eine Klatsche: Von den 366 Wahlberechtigten in der Halle gaben ihm nur 68,22 Prozent seine Stimme. Seine erste Reaktion: Er hoffe, beim nächsten Mal auch jene überzeugen zu können, die ihn dieses Mal nicht gewählt haben. Auch bei der Stellvertreter-Wahl gab es eine Überraschung. Der bisherige geschäftsführende Landesparteiobmann Christian Höbart wurde nicht gewählt und schied bei einer Stichwahl aus. Gewählt wurden Gottfried Waldhäusl, Edith Mühlberghuber, Christian Lausch, Christian Hafenecker und Karl Wurzer.

Gänzlich anders die Reaktion auf Udo Landbauer: Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Neustädter Stadtrat, er war im Zuge der „Liederbuchaffäre“ zurückgetreten, wurde von den FPÖ-Mitgliedern im Saal ausgiebig beklatscht und bejubelt. In der „Liederbuchaffäre“ liegt inzwischen ein Gutachten vor, das die Beteiligten entlastet. Eine Rückkehr von ihm in die Politik scheint nur noch eine Frage der Zeit, das Interesse ist jedenfalls da, bestätigt Landbauer im Gespräch mit der NÖN. Wann und in welcher Funktion, das könnte er zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen. Hörbart und Vilimsky betonten beim Parteitag, dass für ihn die Tür für eine Rückkehr „sperrangelweit offen“ sei.