Danninger: „Lackenhof braucht jede helfende Hand, die anpackt“

Die Gaminger Bürgermeisterin Renate Rakwetz (SPÖ) übergab heute eine über 19.000 Unterstützer starke Petition für den Erhalt der Ötscherlifte in Lackenhof an das Land NÖ. Landesrat Danninger appellierte an Betriebe, Investoren und Entscheidungsträger sich für die Zukunft Lackenhofs aktiv zu engagieren. Angeblich zahlt die ecoplus Alpin Landesgesellschaft 8,5 Millionen Euro in Summe. Seit Donnerstag können online Tickets für das Skigebiet am Ötscher gekauft werden. Der Liftbetrieb startet am Samstag.

Aktualisiert am 09. Dezember 2021 | 17:01
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FPÖ-Klubobmann Udo Landbauer, Landesrat Jochen Danninger (ÖVP), Gaminger Bürgermeisterin Renate Rakwetz (SPÖ) und LH Stv. Franz Schnabl (SPÖ) im Rahmen der Übergabe der Petition.
Foto: NLK Burchhart

Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) hat heute von der Gaminger Bürgermeisterin Renate Rakwetz (SPÖ) im Beisein von FPÖ-Partei- und Klubobmann Udo Landbauer und SPÖ-Parteivorsitzenden Franz Schnabl über 19.000 Unterstützer-Unterschriften für die Ötscherlifte in Lackenhof entgegen genommen. Danninger zeigte sich bei der Übergabe beeindruckt. „Mit dem Ötscher verbinden zahlreiche Niederösterreicherinnen und Niederösterreich schöne Erinnerungen. Für die Tourismusbetriebe in der Region würde ich mich sehr freuen, wenn diesen tausenden Solidaritätsbekundungen auch viele Taten folgen und die Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition nach Lackenhof zum Skifahren kommen“, so Danninger.

Am Donnerstag gibt es auf der Webseite der Ötscherlifte die Möglichkeit Tickets zu erstehen. Der Liftbetrieb startet am Samstag.

Landesrat Danninger appelliert in einer Presseaussendung an Betriebe, Investoren und Entscheidungsträger sich aktiv für die Zukunft Lackenhofs zu engagieren. Das Land Niederösterreich über die ecoplus Wirtschaftsagentur stellt für die Neupositionierung des Ortes 2 Millionen Euro zur Verfügung, um neue touristische Angebote zu entwickeln und neue Zielgruppen anzusprechen. Parallel mit der Übernahme von der Ötscherlifte GesmbH mit der Hochkar Bergbahnen GesmbH durch die ecoplus Alpin werde sich daher eine Taskforce mit "Hochdruck" an die Arbeit machen, um mit der Region gemeinsam neue Konzepte zu erarbeiten, sagt Danninger.

"Vom Standort St. Corona am Wechsel wissen wir, dass nach anfänglicher Skepsis in der Region, es rund zwei Jahre dauert, um neue Konzepte zu entwickeln. Ob und welche Aufstiegshilfen bei den Ötscherliften mittel- und langfristig weiter betrieben oder rückgebaut werden, hängt wesentlich vom Ergebnis dieses Entwicklungsprozesses in der Region ab.“

Im Frühjahr 2022 soll es einen Fördercall in der Höhe von einer Million Euro für Beherbergungsbetriebe im Ort geben, um sie zu unterstützen, ihre Zimmer zu modernisieren und auszubauen. Lackenhof brauche jetzt jede helfende Hand, die anpacken will, und dringend neue Impulse für einen Ganzjahrestourismus, um neue Gästeschichten anzusprechen, sagt Danninger. Die Zahl der Gäste sei in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Schnabl dankt Gamings Bürgermeisterin Rakwetz für ihren "massiven Einsatz"

Auch Landes-SPÖ-Vorsitzender Franz Schnabl ist froh, dass das Skigebiet erhalten bleibt: „Der Ötscher-Skilauf ist gerettet – nicht zuletzt Dank des massiven Einsatzes von Bürgermeisterin Renate Rakwetz und des immer stärker gewordenen Drucks durch eine großartig unterstützte Petition. Das Miteinander von Bürgermeisterin Rakwetz, der Bevölkerung, der ArbeitnehmerInnen und der regionalen Wirtschaft, sowie vieler Fürsprecher in ganz Niederösterreich hat Wirkung gezeigt. Und: Der politische Druck seitens der SPÖ und der FPÖ – inklusive Beantragung der Sondersitzung zum Thema – hat sein Übriges dazu beigetragen“, meint der Sozialdemokrat.

Mit dem beabsichtigten Aus des Skibetriebs am Ötscher haben die zuständigen ÖVP-Regierungsmitglieder die Rechnung aber „ohne den Wirten gemacht, der in Gaming massive Einbußen hinnehmen hätte müssen, ohne dem Skiverleih, der bereits für die neue Saison alles eingekauft hatte und auch ohne den vielen regionalen Wirtschaftsbetrieben und der Gemeinde“.

Schnabl abschließend: „Ein herzliches ‚Dankeschön‘ an alle Landsleute, die diese Petition unterstützt haben, die heute mit 19.388 Unterschriften von der Bürgermeisterin übergeben wurde. Jede einzelne Unterschrift davon war Teil des letztendlich erzielten Erfolges für den Ötscher und die Entwicklung einer Ganzjahres-Erlebnisdestination rund um Lackenhof!“

Kolportierte Übernahmekosten: 8,5 Millionen Euro


NEOS-Finanzsprecher Helmut Hofer-Gruber erwähnte in seiner Plenarrede im Sonderlandtag zu Lackenhof, dass die Komplettübernahme der Ötscherlifte und Hochkar Bergbahnen durch die ecoplus Alpin und dem Land NÖ in Summe 8,5 Millionen Euro kosten soll.

Die Summe inkludiere den Kaufpreis der Ötscherlifte- und Hochkar-Anteile der Schröcksnadelgruppe, die Sicherstellung des Betriebs bis zur Sommersaison 2023, den 2 Millionen für das Gesamttourismuskonzept und 1 Millionen Fördercall für Beherbergungsbetriebe. NEOS stellte im Sonderlandtag an die Landesregierung einen Antrag auf eine genaue Aufschlüsselung der 8,5 Millionen Euro und eine Beschreibung der gesetzten Maßnahmen.

Links
Ötscherlifte in Lackenhof (Bezirk Scheibbs)