Petrus Pilsinger zum Abt geweiht. Stift Seitenstetten / Fast 2.000 Besucher waren zur feierlichen Benediktion in das Stift gekommen.

Erstellt am 01. April 2013 (17:29)
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Am Ostersonntag war noch eine dicke finstere Nebeldecke über dem Stift Seitenstetten (Bezirk Amstetten) gelegen. Einen Tag später hingegen, zur feierlichen Benediktion des neuen Abtes, strahlte der Himmel. An die 2.000 Personen waren gekommen, um dabei zu sein, wie Diözesanbischof Klaus Küng Abt Petrus Pilsinger weihte.

Bereits am 21. März hatte der bisherige Direktor des Stiftsgymnasiums das Amt offiziell übernommen, nachdem Abt Berthold Heigl aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Nun wurden ihm im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Stiftskirche die Ordensregeln des Gründers Benedikt, die Mitra und der Bischofsstab als äußerliche Zeichen der Abtwürde übergeben.

Geweiht wurde er von Bischof Klaus Küng, der in seiner Predigt die Bedeutung des Stiftes Seitenstetten und die Arbeit in den Pfarren betonte. Für ihn sei es auch ein wichtiges Signal, dass der neue Abt Petrus als Gymnasialdirektor Zugang zur Jugend und den Themen der Zeit habe.

Wegen des Besucheransturms wurde die Weihe des 63. Abtes auch in weitere Räume des Klosters live übertragen. Unter den Ehrengästen auch der Päpstliche Nuntius Stephan Zurbriggen, Alt-Bischof Maximilian Aichern, Weihbischof Anton Leichtfried und Superintendent Paul Weiland. Das Land NÖ war durch Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka vertreten.

Der neue Abt Petrus, dem viel Sympathie entgegengebracht wurde, bedankte sich schließlich bei allen, die zu dem Festgottesdienst gekommen waren.

ZUR PERSON

Der 1964 geborene Petrus Pilsinger trat 1987 in das Benediktinerstift Seitenstetten ein und erhielt den Ordensnamen Petrus. Nach dem Theologiestudium wirkte er als Diakon in der Pfarre Seiten stetten. Am 29. 6. 1990 empfing der die Priesterweihe im Dom von St. Pölten. Seit 2004 war er Direktor des Stiftsgymnasiums.