Pflege-Paket: Österreichweites Vorgehen. Um insbesondere jene zu unterstützen, die Pflege brauchen, haben sich Bundesregierung und Länder auf ein Paket für die Pflege geeinigt. Pflegehotlines und Ersatzbetreuungseinrichtungen sollen unterstützt werden. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betont: „Gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen der Länder mit dem Bund hat Priorität“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. März 2020 (17:10)
Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister setzt auf gemeinsames Vorgehen.
Philipp Monihart

„Für mich ist ganz klar vorrangig, dass wir auch in Krisenzeiten unseren Pflegebedürftigen bestmögliche Betreuung und Pflege zukommen lassen können und die Bediensteten und pflegenden Angehörigen laufend unterstützen“, betont Niederösterreichs Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Gemeinsam mit dem Bund haben wir uns daher auf ein entsprechendes Maßnahmenpaket geeinigt.“ Um mögliche Notsituationen in diesem Bereich abzuwenden. "Dafür braucht es auch ein österreichweit abgestimmtes Vorgehen.“

Dieses Paket sieht 100 Millionen Euro aus dem Sonder-Covid-Fonds vor und wurde am Nachmittag von Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger präsentiert.

Zum einen sollen damit Ersatzbetreuungseinrichtungen für Personen geschaffen werden, die auf die bisherige Art und Weise nicht mehr betreut werden können. Zum Beispiel weil ihre pflegenden Angehörigen oder Betreuungspersonen krank werden oder weil ihre ausländischen 24-Stunden-Betreuer nicht nach Österreich einreisen können.

„Die pflegebedürftigen Menschen in unserem Land gehören vorwiegend zu jener Gruppe, die durch das Coronavirus besonders gefährdet ist, aufgrund ihres Alters und der möglichen Vorerkrankungen. Sie sind daher in der jetzigen Ausnahmesituation besonders zu schützen“, so Teschl-Hofmeister.

Beratung bei der NÖ Pflegehotline

Ebenfalls unterstützt werden sollen mit dem Geld auch die telefonischen Pflegehotlines in Österreich. Übrigens: Die Pflegehotline des Landes NÖ bietet pflegebedürftigen Menschen, deren Angehörigen und allen Personen, die mit Problemen der Pflege befasst sind, umfassende und kompetente Beratung an. Erreichbar sind die Mitarbeiter der Pflegehotline per Mail unter post.pflegehotline@noel.gv.at, per Fax an 02742 / 9005 – 12785 oder telefonisch (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr) unter 02742 / 9005 – 9095.