Pflegefinanzierung forcieren. Ab 2016 wird der Pflegefonds die Ausgaben der Länder nicht mehr abdecken können. Verhandlungen zu neuen Finanzierungsmodellen müssten deshalb jetzt gestartet werden.

Von Gina Christof. Erstellt am 25. Juni 2014 (16:26)
NOEN, Erwin Wodicka - BilderBox.com
„Faktum ist, dass wir älter werden und somit von Jahr zu Jahr mehr Pflegebedarf besteht, was natürlich auch mehr finanzielle Mittel erfordert“, sagt Barbara Schwarz (VP), NÖ Landesrätin für Soziales. Deshalb wolle sie gemeinsam mit dem steirischen Landesrat für Gesundheit und Pflegemanagement Christopher Drexler (VP), in einem heute  stattfindenden Gespräch, Sozialminister Rudolf Hundstorfer dazu auffordern, Verhandlungen zu Pflegefinanzierungsmodellen zu beginnen. „Wir haben Sorge, dass die langfristige Finanzierung nicht abgesichert ist“, sagt Schwarz.
 
Hintergrund für die Forderung der beiden Landesräte stellt der seit 2011 bestehende Pflegefonds dar, der jährlich Gelder für die Bundesländer zur Verfügung stellt. Zwar sei dieser nun bis 2018 verlängert worden. Ab 2016 wird dieser jedoch nicht mehr jedes Jahr erhöht werden, wie das bis jetzt der Fall war. „Das Geld wird 2017/18 schon nicht mehr reichen, um die steigenden Ausgaben der Länder für die Pflege abzudecken“, erklärt Christopher Drexler.