Platter fordert Bundesregierung zum "Gasgeben" auf. Tirols Landeshauptmann Platter fordert die Bundesregierung zum "Gasgeben" auf. Die Bevölkerung müsse spüren, dass etwas weitergehe, sagte Platter im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA). Zur derzeitigen Koalition sehe er "keine Alternative". Zudem fordert er mehr Geld für die Universitäten und in diesem Zusammenhang "sozial gestaffelte" Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen.

Erstellt am 21. August 2011 (12:21)

Tirols Landeshauptmann Platter fordert die Bundesregierung zum "Gasgeben" auf. Die Bevölkerung müsse spüren, dass etwas weitergehe, sagte Platter im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA). Zur derzeitigen Koalition sehe er "keine Alternative". Zudem fordert er mehr Geld für die Universitäten und in diesem Zusammenhang "sozial gestaffelte" Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen.

Im Hinblick auf die Verurteilung des Kärntner LHStv. Scheuch sei Bundesparteiobmann Strache gefordert, für Ordnung zu sorgen: "Die FPÖ-Führung muss selbst wissen, was zu tun ist", meinte Platter. Die Äußerungen von FP-Nationalratspräsident Graf würden allerdings auf einen Stellungskampf innerhalb der FPÖ hindeuten, sagte der Landeshauptmann. Die Kritik an der Justiz und am Bundespräsidenten sei "beschämend". Trotzdem wolle er die FPÖ als Koalitionspartner einer künftigen Regierung "nicht gänzlich ausschließen".

ÖVP-Bundesparteiobmann Spindelegger sei "ein solider Arbeiter und kein populistischer Schlagzeilen-Politiker", betonte Platter. Bei offenen Fragen verwies er unter anderem auf den "sehr lauten Aufschrei" der Universitätsrektoren. Er verstehe nicht, dass sich die SPÖ gegen sozial gestaffelte Studiengebühren wehre.

Auch seine Partei wiederum sollte etwa bei Bildungsfragen keine unüberwindbaren Hürden aufbauen. Im Bereich der Neuen Mittelschule habe sich seine Partei zum positiven geöffnet. Platter forderte einen zügigen und flächendeckenden Ausbau.

Auf Nachfrage von Journalisten zeigte er sich im Anschluss auch einem "Numerus Clausus"-System, wie es in Deutschland angewendet wird, nicht abgeneigt. Er würde nicht von vornherein Nein dazu sagen, die Entscheidung obliege aber der Bundesregierung.