Erstellt am 02. Dezember 2012, 18:23

„Politisch dummer Schaukampf“. Reaktion / Frank Stronach hätte Siegfried Wolf noch immer gerne in seinem Team. Dieser reagiert verärgert.

 |  NOEN
Von Josef Kleinrath und Martin Gebhart

Frank Stronach ist immer für eine Aufregung gut. Zuletzt wieder mit seinem Interview in der ZIB 2 mit Armin Wolf, das zu einem verbalen Kampf ausartete. Der Parteigründer aus Oberwaltersdorf brachte dabei – wieder einmal – den Weikersdorfer Siegfried Wolf als seinen möglichen Bundeskanzlerkandidaten ins Spiel. Wolf habe in einem Gespräch mit ihm weder Ja noch Nein gesagt, so Stronach.

Stronach holte Siegfried Wolf 1995 zu Magna, wo er zuletzt als Chief Exekutiv Officer tätig war. Im November 2010 verließ Wolf den Magna-Konzern und wechselte zu Oleg Deripaska nach Russland. Der Name Siegfried Wolf taucht außerdem immer wieder im Zusammenhang mit der Eurofighter-Beschaffung auf, weil er mit dem damaligen Finanzminister Karlheinz Grasser im Magna-Firmenflieger nach München gejettet war.

Im exklusiven NÖN-Telefonat stellte Wolf am Freitag auf die Frage, ob er als Stronachs Kanzlerkandidat zur Verfügung stehen könnte, unmissverständlich klar: „Ich habe damit nichts zu tun, in einen politisch dummen Schaukampf mische ich mich nicht ein. Ich bin seit zwei Jahren aus der Firma weg und kommentiere solche Dummheiten nicht weiter.“ Auch die Eurofighter-Vorwürfe wollte er nicht kommentieren.

Team Stronach eröffnete Partei-Büro in Baden 

Frank Stronach eröffnete in der Vorwoche auch gemeinsam mit Karin Prokop das NÖ Landesbüro seines Teams in Baden. Dabei stellte er überraschend klar, dass es die Entscheidung von Karin Prokop sei, ob das Team Stronach bei den NÖ Landtagswahlen antrete oder nicht. Sein Ziel seien die Nationalratswahlen. Karin Prokop gab sich ebenfalls zurückhaltend: „Wir prüfen noch, ob es der richtige Zeitpunkt wäre, schon jetzt zu kandidieren, oder ob wir nicht besser die Kräfte für die Nationalratswahl bündeln.“ In den kommenden Wochen will man nun Bezirksgremien konstituieren.

Frank Stronach mit Karin Prokop und Walter Rettenmoser (l.) bei der Büro-Eröffnung in Baden. Siegfried Wolf (Bild oben) wird nicht zu seinem Team stoßen.

Wallner, APA