Politische Randnotizen. Martin Gebhart über Konflikt des Teams Stronach & BZÖ-Hoffnungen.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 04. März 2014 (10:00)
Karl Stadler
Martin Gebhart

Das Duell zweier Frauen. Team-Stronach-Landesobfrau Renate Heiser-Fischer und Team-NÖ-Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger werden kaum mehr zueinander finden. Seit der Riss durch das Team Stronach gegangen ist, der mit dem Parteirauswurf von Kaufmann-Bruckberger und Ernest Gabmann jun. sowie der Abspaltung des Team NÖ seinen Höhepunkt gefunden hatte, verkehren die beiden Politikerinnen meist nur über das Gericht. Wobei auch Stronach-Anwalt Michael Krüger, Lebensgefährte von Renate Heiser-Fischer kräftig mitmischt. Die Landesrätin hatte die Landesobfrau wegen verschiedenster Aussagen geklagt. Kaufmann-Bruckberger wurde von Heiser-Fischer bezichtigt, fragwürdige Geschäfte abgeschlossen, Abgabenhinterziehung Vorschub geleistet oder manipulierte Statuten für das Team NÖ hinterlegt zu haben. Heiser-Fischer wurde geklagt und triumphierte nun, dass das Handelsgericht Wien die Vorwürfe gelten lassen habe. Kaufmann-Bruckberger wiederum hat nun ihren Anwalt beauftragt, sich das genau anzuschauen. Die diesbezügliche Rücktrittsaufforderung von Heiser-Fischer an die Landesrätin war Letzterer dann keinen Kommentar mehr wert.

BZÖ sucht Verbündete. Ulrike Haider-Quercia, die Tochter von Jörg Haider, wird für das BZÖ in die kommende EU-Wahl gehen. Jetzt werden Verbündete und weitere Kandidaten in den anderen Bundesländern gesucht. In NÖ wurde dazu just ein Landtagsabgeordneter des Teams NÖ, Walter Naderer, angesprochen. Dieser hatte da auch schon ein anderes Angebot einer Gruppe, die sich am 25. Mai der Wahl stellt. Dieser Gruppe hat er bereits abgesagt. Mit Ulrike Haider ist er noch im Gespräch, es dürfte aber auch nichts werden.

Gemeinsame Kandidatur gescheitert. Wenn Mitte März der Landesdienst seine Personalvertreter wählt, werden die Sozialdemokraten (FSG) landesweit nicht kandidieren. Zuletzt waren sie auch nicht angetreten. Damals gingen sie jedoch zum Verfassungsgerichtshof, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten. Der OGH wies die Klage zurück, deswegen wird Michael Fertl (FSG) nur im Landhaus antreten. Der Klubdirektor des Teams NÖ soll zwar zuletzt noch versucht haben, eine gemeinsame Liste mit Fertl aufzustellen. Doch dieser winkte ab.