POLITISCHE RANDNOTIZEN m.gebhart@noen.at. Martin Gebhart über Spindeleggers Wunsch und Stadlers Rückkehr. Johanna Mikl-Leitner oder Michael Spindelegger. SPÖ und Grüne haben ihre NÖ-Kandidatenlisten für die Nationalratswahl am 29. September ja schon fixiert.

Erstellt am 01. April 2013 (17:25)
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Bei der SPÖ nimmt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek aus Guntramsdorf den Spitzenplatz auf der Landesliste ein, bei den Grünenist dies Dieter Brosz aus Trumau. Bei der FPÖ wurde in der nächtlichen Nachwahl-Sitzung mit Bundesparteiobmann Heinz ChristianStrache entschieden, dass Walter Rosenkranz aus Krems Landes-Spitzenkandidat ist. Die restliche FPÖ-Liste steht noch nicht. Bleibt also noch die ÖVP, die ihre Liste aufstellen muss. Und da soll es jetzt schon Diskussionen um den Spitzenplatz in NÖ geben. Ist dort Innenministerin Johanna Mikl-Leitner aus Klosterneuburg zu finden oder gar Vizekanzler Michael Spindelegger. In NÖ tendiert die ÖVP eher dazu, dass Mikl-Leitner die NÖ- Liste anführt, Spindelegger hingegen bloß die Bundesliste. Der Vizekanzler soll aber den Wunsch geäußert haben, auf beiden Listen auf dem ersten Platz zu stehen. Immerhin ist sein politisches Gegenüber, SPÖ-Kanzler Werner Faymann, sowohl auf der Bundesliste als auch auf der Wiener Landesliste an der Spitze gereiht. Dazu ist der erste Platz auf der NÖ-Landesliste im Kampf um Vorzugsstimmen sicherlich ein Joker. Da wird es wohl noch Gespräche geben müssen.

Ewald Stadler kehrt zurück. Jetzt ist es schon fix, dass BZÖ-Landesobmann Ewald Stadler das EU-Parlament verlässt und in den Nationalrat zurückkehrt. Damit wird verhindert, dass das frei werdende Mandat von Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, die für das Team Stronach Landesrätin in NÖ wird, an die FPK fällt. Das BZÖ soll sich auch schon in der Landtagsdirektion erkundigt haben, wann Kaufmann-Bruckberger zurücklegen wird, damit nur ja kein Termin versäumt wird.

Franz Marchat muss Gespräche führen. Aus dem engeren Kreis des Teams Stronach war zu hören, dass der ehemalige FPÖ-Klubobmann Franz Marchat nicht mehr im Team sei. Gegenüber der NÖN erklärte der St. Pöltner, dass das derzeit stimme, dass aber noch Gespräche geführt werden. NÖ-Team-Stronach-Sprecher Walter Rettenmoser wiederum muss derzeit auch bei den Stronach-Listen in Salzburg und Tirol als Pressesprecher aushelfen.