ÖVP: Neue Formate für Parteiarbeit an der Basis. Aufgrund der Coronakrise werden die Gemeinde- und Ortsparteitage der ÖVP auf 2021 verlegt. Neue Diskussionsformate mit strengen Sicherheitsauflagen wurden entwickelt. 100 Veranstaltungen sind bis Jahresende geplant.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 18. September 2020 (14:55)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation des Herbstprogramms.
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Es war aufgrund der aktuellen Corona-Situation ein ungewöhnliches Setting bei der Pressekonferenz zur Herbstarbeit der ÖVP. Statt wie sonst üblich die gesamte Regierungsmannschaft der Volkspartei, waren diesmal nur Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesgeschäftsführer Bernhard Ebener physisch vor Ort. Sämtliche Landesräte, Bundesräte und Landtagsabgeordnete der ÖVP waren per Video zugeschaltet.

 "Ausnahmesituation beeinflusst die politische Arbeit"

Und dieses Setting zeigte auch gleich, welche Corona-konformen Formate künftig verstärkt eingesetzt werden. „Diese Ausnahmesituation beeinflusst natürlich auch die politische Arbeit. Aber die Regierungsmitglieder und Abgeordneten werden aktiv unterwegs sein. Wir möchten bei den Sicherheitsvorkehrungen jedenfalls Vorbild sein“, betonte Mikl-Leitner. Deshalb wurde unter anderem auch die 75-Jahr-Feier der ÖVP in der Vorwoche abgesagt und virtuell abgehalten.

Von Online-Sprechstunden bis Netzwerktreffen

Die Herbstarbeit der Volkspartei NÖ wird unter strengen Sicherheitsauflagen stehen. Die für den Herbst geplanten Gemeinde- und Ortsparteitage hat die ÖVP jedenfalls einmal auf 2021 verlegt. Dafür werde unter dem Motto "Gemeinsam aus der Krise, Miteinander in die Zukunft" Online-Sprechstunden, Arbeitskonferenzen, Konjunkturgespräche und Netzwerktreffen in den 20 Bezirken abgehalten werden, wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner am Freitag ankündigten. Corona zwinge nicht dazu, nichts zu tun, es führe lediglich dazu, „dass wir vieles anders tun, dass wir mit neuen Herausforderungen konfrontiert sind".

Konzept: Auch bei Verdachtsfall nicht in Quarantäne

Bis Ende des Jahres werden rund 100 dieser neuartigen Veranstaltungen durchgeführt haben. „Wir haben diese neuen Diskussionsformate entwickelt, die unabhängig der jeweiligen Vorgaben stattfinden können – die auch so gestaltet sind, dass wenn ein Corona-Verdachtsfall vorliegt, die anderen Teilnehmer nicht in Quarantäne gehen müssen“, sagt Ebner und verweist auf stärkere Sicherheitsvorkehrungen wie mehr Abstand, weniger Teilnehmer oder kürzere Dauer sowie Maskenpflicht. Das Konzept wurde laut Ebner mit der Landessanitätsdirektion abgestimmt.

ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation des Herbstprogramms.
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