Politische Randnotizen. Martin Gebhart über eine Ansage von Hans Penz & den Glocknersieg von Erwin Pröll.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 20. September 2016 (08:20)
Karl Stadler
Martin Gebhart Politische Randnotizen NÖN-Wand

Hans Penz kandidiert nicht mehr.

Wenn im Frühjahr 2018 die Landtagswahlen in NÖ geschlagen werden müssen, wird ein Mann nicht mehr auf der Kandidatenliste sein: ÖVP-Landtagspräsident Hans Penz. Das erklärte der 66-jährige Bauernbundpolitiker definitiv am Rande des NÖN-Interviews zur Bundespräsidentenwahl, obwohl er 2018, wenn er seine Funktion abgibt, noch immer jünger sein wird als sein Vorgänger bei der Amtsübergabe. Hans Penz ist seit 2008 NÖ Landtagspräsident und war 2013 nochmals einstimmig vom Landtag für diese Funktion gewählt worden.

Glockner bezwungen.

Auch wenn diesmal ein gefährlicher Föhnsturm eine Unterbrechung notwendig machte, so schaffte es ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll in der Vorwoche dennoch wieder – wenige Wochen vor seinem 70. Geburtstag –, den Großglockner mit dem Rad zu bezwingen. Wie bei den bisherigen Gipfelsiegen waren auch diesmal wieder Gunnar Prokop und Franz Stocher mit ihren Rädern mit dabei.

NOEN, Erich Marschik
Zufriedene Gesichter nach der Ankunft auf dem Großglockner: Landeshauptmann Erwin Pröll mit Gunnar Prokop (l.) und Franz Stocher.

FPÖ will Bauerndebatte. In der Klubklausur in Ybbs hatte FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl bereits angedeutet, dass man die Landwirtschaft thematisieren wolle. In der Landtagssitzung am Donnerstag wird es dazu wohl die erste emotionelle Debatte geben. Mit Hilfe einiger Abgeordneter des Klubs Frank wurde eine Aktuelle Stunde zu dem Thema beantragt.

Badens VP-Bürgermeister tritt zurück.

Gerüchte über einen möglichen Rücktritt von Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) hatten in Baden seit Monaten die Runde gemacht. Er selbst dementierte bis zuletzt. In der Nacht auf Montag teilte er seinen VP-Klubkollegen nun überraschend mit, dass er sein Amt doch zurücklegt. Als Gründe nennt er „Streit und persönliche Untergriffe“ in der Gemeindepolitik. „Die Herausforderungen der Zukunft verlangen aber, klare Entscheidungen treffen zu können und ein geschlossenes Auftreten. Beides war für mich nicht mehr in dem Ausmaß gegeben, um mit gleicher Energie und Motivation weiterzuarbeiten“, schreibt Staska.