Polizei-Pferde bekommen Herberge in Heldenberg. Seit dem Aus für Herbert Kickls Reiterstaffel sind "Captain Morgan", "Sam", "A-Rock" und ihre Kollegen offiziell arbeitslos. Bis die Pferde verkauft werden, bekommen sie nun im Trainingszentrum der Spanischen Hofreitschule in Heldenberg Asyl. Interessenten für die Tiere soll es schon aus ganz Europa geben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. Januar 2020 (15:35)
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Neun Wallache sollten eigentlich die Polizei bei Demonstrationen und Großereignissen unterstützen. Nachdem im November Herbert Kickls Prestigeprojekt "Berittene Polizei" eingestellt wurde, sind "Captain Morgan", "A-Rock", "Sam" und ihre Kollegen jedoch wieder außer Dienst. Seither war man im Innenministerium auf Herbergssuche. Ein Übergangsquartier für die Tiere ist jetzt gefunden: In Heldenberg (Bezirk Hollabrunn) bekommen neun Pferde Asyl. Dort werden sie neben den weltweit bekannten Lipizzanern der Spanischen Hofreitschule stehen.

Die ersten drei Tiere wurden heute, Sonntag, bereits ins Trainingszentrum der Spanischen Hofreitschule nach Heldenberg überstellt und von den Polizeikräften übergeben. Bisher waren die Pferde in der Militärakademie in Wiener Neustadt untergebracht. „Wir stellen das Trainingszentrum sehr gerne zur Verfügung, bis die Pferde verkauft sind“, sagt Agrar-Ministerin Elisabeth Köstinger, in deren Ressort  die Zuständigkeit für die Spanische Hofreitschule fällt .„Das Trainingszentrum bietet ideale Bedingungen. Hier sind schon rund 60 Pferde aus unserer Reitschule untergebracht und trainieren hier. Die Polizeipferde werden betreut und natürlich auch bewegt", sagt Sonja Klima, Geschäftsführerin der Spanischen Hofreitschule.

In den nächsten Tagen sollen weitere sechs Pferde nach Heldenberg überstellt werden. Interessenten für die Tiere gebe es bereits aus ganz Europa. „Berittene Polizeieinheiten aus mehreren Ländern haben großes Interesse am Kauf angemeldet. Die Pferde sind ja sehr gut ausgebildet und sofort einsatzfähig“, sagt Köstinger. Der Verkauf soll in den nächsten Monaten abgewickelt werden.
Bis dahin können sie in Heldenberg bleiben. 

Polizisten sollen wieder normalen Dienst verrichten

Für das Innenministerium ist das eine ideale Lösung, wie Cobra-Chef Bernhard Treibenreif sagt: „Wir können damit jene Polizisten, die bisher im Aufbau dieser Einheit tätig waren, wieder in den normalen Exekutiv-Dienst bringen. Das senkt auch unsere Kosten deutlich und dient der Sicherheit des Landes.“