Briefwahl-Auszählung ohne große Brisanz am Montag. Die Bundespräsidentenwahl ist im vierten Anlauf geschlagen, anders als bei der aufgehobenen Stichwahl im Mai werden diesmal die Briefwähler nicht den Ausschlag geben.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 05. Dezember 2016 (02:00)
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Die Wahl ist bereits entschieden

Alexander Van der Bellen lag schon Sonntagabend mit 51,68 Prozent vor Norbert Hofer (FPÖ) und wird letztlich laut Hochrechnern auf mehr als 53 Prozent kommen. Das wären mehr, als Heinz Fischer beim Einzug in die Hofburg hatte.

In die Hofburg einziehen wird Van der Bellen zwar erst nach der Angelobung am 26. Jänner. Aber für Montag wird mit der erste Pressekonferenz des designierten Bundespräsidenten gerechnet. Von Hofer oder seiner Partei sind am Montag keine Aktivitäten zu erwarten, für die FPÖ ist der Nachwahltag immer ein "blauer Montag".

Nicht blau machen können die Mitglieder der Bezirkswahlbehörden. Sie müssen rund 590.000 Briefwahlstimmen auszählen. Wann das Ergebnis vorliegen wird, kann die Bundeswahlbehörde nicht sagen. Manche Wahlbehörden - vor allem in Tirol - haben bereits im Vorfeld erklärt, dass es bis Dienstag dauern könne, weil die Auswertung mit den genauen Vorgaben des VfGH wesentlich länger dauern werde. Am 23. Mai waren jedoch alle Wahlkarten schon vor 17.00 Uhr ausgezählt - auch in der Vielzahl der Bezirkswahlkreise, die gesetzeskonform gearbeitet haben.