So soll Jugendlichen in der Krise geholfen werden

Erstellt am 19. Januar 2022 | 09:32
Lesezeit: 2 Min
New Image
Staatssekretärin Claudia Plakolm, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister trafen einander zum Arbeitsgespräch.
Foto: NLK/Pfeiffer
Bund stellt für Jugendliche mit psychischen Problemen ein Hilfspaket von 180 Millionen Euro zusammen. Niederösterreich soll dadurch zusätzliche Schulpsychologen bekommen. Darüber sprach Jugend-Staatssekretärin Plakolm mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Werbung

Als "extrem herausfordernd für junge Menschen" bezeichnete Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) die Situation der vergangenen zwei Jahre im Arbeitsgespräch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (beide ÖVP). Gesprochen hat das Trio über den Ausbau der psychologischen Unterstützungsangebote für junge Menschen. 

Der drohenden Vereinsamung entgegenwirken

„Seit fast zwei Jahren sind die sozialen Kontakte der Kinder und Jugendlichen eingeschränkt, der Unterricht konnte oftmals nur online stattfinden“, zeigte sich Mikl-Leitner verständnisvoll.

Um der drohenden Vereinsamung entgegen zu wirken, sei ein breites Angebot an psychologischer Unterstützung sehr wichtig. Deshalb sei sie sehr froh über das Förderpaket des Bundes. 180 Millionen Euro werden, laut Plakolm, investiert, um Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrlinge, zu unterstützen.

Ausgebaut werden sollen damit die schulpsychologischen Angebote, aber auch "niederschwellige", wie die 27-jährige Staatssekretärin meinte. „Für Niederösterreich bedeutet das eine Aufstockung um sechs Psychologinnen und Psychologen", kündigte Mikl-Leitner an.

Verweis auf Selbsthilfeprogramm „IstOkay.at“

Besonders verwies die Landeshauptfrau im Arbeitsgespräch außerdem auf das Online-Selbsthilfeprogramm „IstOkay.at“ – ein kostenloses Selbsthilfeprogramm, das von der Donau-Universität Krems mit Unterstützung des Landes entwickelt wurde.

Es richtet sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren und informiert einerseits darüber, was man tun kann, damit es einem wieder besser geht, andererseits soll es dadurch für die Kinder und Jugendlichen leichter werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Damit wollen wir Hilfe zur Selbsthilfe geben, und auch dazu motivieren, fremde Hilfe anzunehmen, um die Schülerinnen und Schüler aus der Negativ-Spirale zu holen", sagte Mikl-Leitner.