Musiker-Demo vor dem Parlament. NÖ stellt rund die Hälfte der demonstrierenden Blasmusiker.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 18. Mai 2015 (08:40)
NOEN, HARALD G.M. MINICH
Die Reduzierung der Militärmusik wird jetzt bereits ab Sommer 2015 strikt durchgezogen.
Tituliert ist es als „Sympathie-Konzert“, tatsächlich ist es eine Demonstration gegen die Maßnahmen von SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug hinsichtlich der Militärmusik. Dieser will die Kapellen ab Sommer in den Bundesländern von 47 auf 20 Musiker reduzieren. Wogegen die Blasmusikverbände nun Sturm laufen. Sie bezweifeln den Einsparungseffekt, den Klug mit dieser Maßnahme beim Heer erzielen will.

Über 1.000 Musiker werden bei der Demo in Wien erwartet, rund 500 davon kommen aus Niederösterreich. Deren Landespräsident Peter Höckner wird bei dem öffentlichen Protest auch einer der Redner sein. Geplant sind ein Konzert auf dem Ballhausplatz und ein weiteres auf dem Platz vor dem Parlament. Gespielt werden unter anderem der 47er-Regiments-Marsch von Josef Franz Wagner oder der Marsch „O, du mein Österreich“ von Franz von Suppé. Außerdem werden vor dem Parlament die gesammelten Unterschriften des Blasmusikverbandes übergeben.

Auch Landeshauptleute gegen Reduktion 

Gegen die Reduktion der Militärmusikkapellen haben sich die die Landeshauptleute bei ihrer Konferenz in St. Pölten ausgesprochen. Diese erwarten sich nun eine Stellungnahme von Verteidigungsminister Klug dazu. Weiters hat die Volksanwaltschaft – konkret Volksanwalt Peter Fichtenbauer – wegen der Einsparungen bei der Militärmusik ein Prüfverfahren eingeleitet.