Bauernbund will vor Spar-Filialen protestieren. Der ÖVP-Bauernbund hat für Mittwoch, 26. Februar, österreichweit Protestaktionen vor Spar-Filialen angekündigt, unter anderem vor der NÖ-Spar Zentrale in St. Pölten und dem Interspar Leoben.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 24. Februar 2020 (16:55)
Symbolbild
SPAR Presse

Die Bauern sind über Aussagen von Spar-Chef Gerhard Drexel zur Preispolitik in mehreren Medien von vergangener Woche verärgert. Drexel kritisierte unter anderem das "Handelsbashing".

Im Vergleich zu den Preisen am Weltmarkt würden österreichische Lebensmittelhändler laut dem Spar-Chef deutlich mehr für Agrarprodukte wie Milch und Fleisch bezahlen. Zuletzt ortete Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) einen "Missbrauch von Marktmacht" in der Preisbildung durch den Lebensmittelhandel.

Der Bauernbund Steiermark begründet die Protestaktion mit dem aktuellen Milchpreis. "Fast alle Handelsketten haben den Ernst der Lage bereits erkannt und Preiserhöhungen am Milchsektor akzeptiert. Bis dato ist Spar als einzige Handelskette nicht bereit, das zu akzeptieren", kritisieren die Bauernvertreter am Montag in einer Aussendung.

Der Bauernbund Niederösterreich erwartet für seine Protestaktion vor der NÖ-Spar Zentrale in St. Pölten rund 200 Teilnehmer, hieß es auf APA-Anfrage. "Nach einem Gespräch von Österreichs Bauernbund-Obmann Strasser und Landwirtschaftskammer-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger mit der Unternehmensführung eines großen Handelsunternehmens, bei dem sich der Konzern einmal mehr uneinsichtig gezeigt hat, reicht es den Bauern nun", erklärten die niederösterreichischen Bauernbund-Vertreter in einer Aussendung. "Wir appellieren die Preispolitik im Lebensmitteleinzelhandel zu überdenken und die heimischen Betriebe nicht im Regen stehen zu lassen", so Bauernbund-Präsident Georg Strasser und NÖ-Bauernbund-Direktor Paul Nemecek.