Straches Olympia-Reise mit Ehefrau im Visier der Neos. Die Neos wollen auch Auskunft zu den Kosten und den Aufgaben der Ehefrau des Vizekanzlers und Sportministers in Pyeongchang.

Erstellt am 22. Februar 2018 (13:50)
Vizekanzler Heinz-Christian Strache mit Ehefrau Philippa
APA/EXPA/JOHANN GRODER

Am Sonntag gehen die Olympischen Spiele in Pyeongchang in Südkorea zu Ende. Für Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ), der diese Woche bei mehreren österreichischen Medaillen-Gewinnen am Austragungsort des Sportevents war, hat dessen Abstecher nach Asien ein parlamentarisches Nachspiel. Denn die Neos mit ihrem niederösterreichischen Abgeordneten Douglas Hoyos-Trauttmannsdorff wollen in einer parlamentarischen Anfrage vom Vizekanzler wissen, welche Aufgabe seine mitreisende Ehefrau in Pyeongchang habe und wie es mit den Kosten dafür aussehe.

Strache selbst konnte als Sportminister am Donnerstag unter anderem Anna Gasser beim Snowboard-Big Air-Wettbewerb zur Goldmedaille und dem Team in der Nordischen Kombination zur Bronzemedaille gratulieren. Der sportlichen Freude wird daheim in Österreich ein bisschen politischer Ärger folgen. Denn den Neos ist vor allem ein Dorn im Auge, dass auch Straches Ehefrau zu den Olympischen Spielen mitangereist ist.

Frage nach Kosten für die Ehefrau

„Eine solche Fernreise ist naturgemäß mit hohen Kosten verbunden“, heißt es in der der NÖN vorliegenden Anfrage, die der Vizekanzler und Sportminister in den Wochen nach seiner Rückkehr beantworten muss. Zwar leuchte die repräsentative Rolle des Sportministers in Pyeongchang ein, es stelle sich aber die Frage nach der Funktion und den Kosten für Straches Ehefrau.

Der Sportminister soll nun nicht nur die Frage beantworten, ob und welche Kosten in Südkorea dafür angefallen seien. Die Anfrage bezieht sich auch darauf, welche Kosten für die Flüge angefallen seien und ob das Österreichische Olympische Komitee, das aus Mitteln der Sportförderung – und damit mit Steuermitteln – unterstützt werde, für die Ausstattung Straches aufgekommen sei. Gefragt wird aber auch, ob Straches Ehefrau eine Ausstattung erhalten habe.