Erwin Pröll bei Sturz mit Rad schwer verletzt . Wie derStandard.at am Mittwoch berichtete, hat sich der frühere Landeshauptmann Erwin Pröll bei einem Sturz mit dem Fahrrad in seinem Heimatort Radlbrunn (Gemeinde Ziersdorf, Bezirk Hollabrunn) einen Beckenplattenbruch erlitten.

Von Redaktion noen.at und Redaktion, APA. Update am 09. August 2017 (13:21)
Franz Enzmann
Erwin Pröll (hier auf der Radtour zu seinem 70er im Juni) kam mit seinem Rennrad zu Sturz.

Wie die Online-Ausgabe des "Standard" berichtet, hat sich Alt-Landeschef Erwin Pröll vergangenen Samstag bei einem Unfall mit seinem Rennrad schwer verletzt. Er habe einen Beckenplattenbruch erlitten, sei im Krankenhaus versorgt worden, befinde sich derzeit aber zu Hause. Eine Operation sei nicht notwendig.

Pröll selbst bestätigte am Mittwoch, dass er einen Beckenpfannen- und Schambeinbruch erlitten habe. Jetzt heißt es "durchbeißen" und "so rasch wie möglich fit werden", sagte der Alt-Landeshauptmann zur APA.

Autofahrerin nahm ihn mit - Diagnose im Horner Spital

Der begeisterte Radfahrer (70) hatte am Samstag allein eine Ausfahrt über etwa 60 Kilometer unternommen. Auf dem Nachhauseweg, nur wenige Kilometer von seinem Heimatort Radlbrunn entfernt, geschah der Unfall.

Pröll hatte wegen Querverkehrs auf der Bundesstraße anhalten wollen. Er kam jedoch zu Sturz, weil er die Klicks seiner Fahrradschuhe nicht aus den Pedalen lösen konnte. "Dann bin ich mit vollem Körpergewicht aufs Becken gefallen", sagte der Alt-Landeshauptmann zur APA. Er habe ziemliche Schmerzen gehabt.

Eine Autofahrerin habe ihn zunächst nach Hause gebracht. Im Landesklinikum Horn habe er dann die Diagnose erfahren.

"Den Glockner muss ich heuer leider streichen"

Pröll selbst sprach von "Glück im Unglück". Er habe "keine Verschiebungen", deshalb sei auch "keine Operation" notwendig. Der Landeshauptmann a.D. ist zu Hause.

"Den Glockner muss ich heuer leider streichen", bedauerte Pröll. Er werde sechs Wochen lang auf Krücken angewiesen sein. Als "ärgerlich" bezeichnete er den Unfall auch deshalb, weil er "psychisch und physisch super drauf" gewesen sei. "Ich bin 2017 schon mehr als 2.000 Kilometer mit dem Rad gefahren."

Pröll sagte am Mittwoch auch, dass ihm der "Umstieg vom aktiven politischen Leben in den neuen Abschnitt sehr gut gelungen" sei. Er sehe noch eine Reihe von Perspektiven und Zielen vor sich. Vorerst werde er jedoch eine "Geduldsprobe" zu bestehen haben.