Land NÖ: Weniger Kosten, mehr Energieverbrauch

Der Rechnungshof prüfte 574 Landesgebäude auf ihre Klima- und Energieeffizienz. Es gibt Sparpotenziale.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:25
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Foto: Andrii Yalanskyi, Shutterstock.com

Mit Hilfe von Rechnungsabschlüssen, Klima- und Energieberichten und Akten von über 574 Landesgebäuden nahm der Rechnungshof schwerpunktmäßig die Umsetzung des NÖ Energieeffizienzgesetzes 2012 und der NÖ Klima- und Energieprogramme unter die Lupe.

Im Jahr 2020 gab das Land NÖ 43,78 Millionen Euro aus, um die Landesgebäude mit Heizenergie und Strom zu versorgen - knapp eine Million weniger als 2018. Von 2010 bis 2020 stieg jedoch der Stromverbrauch um 25,1 Prozent. Der Heizenergiebezug konnte um 13,1 Prozent reduziert werden. Diese Entwicklung zeige, dass die Maßnahmen der NÖ Klima- und Energieprogramme den steigenden Energiebedarf dämpften, aber nicht ausgleichen konnten.

Der Rechnungshof bekrittelte weiters, dass die im NÖ Energiefahrplan 2030 (11/2011) mit jährlich drei Prozent festgelegte Sanierungsquote der Landesgebäude nicht in dem aktuellen NÖ-Klima- und Energiefahrplan 2020 bis 2030 fortgeschrieben wurde. Es sei auch keine Sanierungsrate eruierbar. „Im Bereich der Landesgebäude ist durch die laufenden Ausbauprogramme eine ständige Erneuerung bzw. Sanierung gegeben“, heißt es vom Land NÖ.

Außerdem gebe es drei öffentliche Gratis-E-Tankstellen bei Bezirkshauptmannschaften, die das Land kostenpflichtig machen sollte. Neben Verbesserungen in Vertragsmanagement und Energiebuchhaltung empfahlen die Prüfer eine Harmonisierung und ständige Evaluierung der Lieferverträge: Für Erdgaslieferungen bestanden rund 200 Einzelverträge.

Die Regierung wolle die Empfehlungen prüfen.