Arbeitnehmerbund ÖAAB sucht neue DNA. Der ÖAAB erstellt ein Leitbild für die Arbeitswelt nach der Krise. Und das mit Landesrätin und NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister an vorderster Front.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:31)
Als Stellvertreterin von ÖAAB-Obmann August Wöginger mischt Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister jetzt auch im Bund mit. Erste großeAufgabe ist die Erarbeitung eines Reformpapiers.
NÖAAB, NÖAAB

„Die Krise hat die Arbeitswelt verändert. Wir können nicht einfach wieder dahin zurück, wo wir vorher waren“, meint Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Nachdem sie 2018 als Quereinsteigerin in die Politik wechselte und im November 2020 zur NÖAAB-Landesobfrau gewählt wurde, trat sie vergangene Woche ihre erste Funktion im Bund an: Neben den Ministern Karoline Edtstadler und Karl Nehammer etwa wurde sie beim Online-ÖAAB-Bundestag Stellvertreterin des wiedergewählten Obmanns August Wöginger. Als solche ist sie nicht nur für die Bildungsthemen im ÖAAB zuständig, sondern gestaltet nun auch den gerade gestarteten Reformprozess des ÖVP-Arbeitnehmerbundes mit.

Dieser will bis zum Herbst eine neue „DNA“, also ein neues Leitbild, entwickeln. Jedem Bundesland wurden dafür Themen zugeteilt, die es bearbeiten soll. Niederösterreich ist das Land für Familie, Jugend und Ehrenamt. Neben Teschl-Hofmeister werden die NÖAAB-Mitglieder gemeinsam mit Experten zu diesen Themen die Positionen des ÖAAB erarbeiten.

„Wir stehen noch ganz am Anfang. Aber natürlich habe ich schon einige Ideen“, sagt Teschl-Hofmeister. Am klarsten seien ihre Vorstellungen zum Thema Ehrenamt, dessen Bedeutung sich in der Krise gezeigt habe. Hier sei es das Ziel, nach der Pandemie Ältere wieder ins Boot zu holen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass genügend Junge nachkommen. Etwa, indem beim Ferienspiel in Gemeinden auch Organisationen wie die Feuerwehr oder die Rettung miteingebunden werden. Beim Thema Familie soll es um die einzelnen Familienmodelle und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehen. Beim Thema Jugend will sie den Fokus stark um Berufsorientierung und Ausbildung legen.

Beschlossen werden soll das Reformpapier beim zweiten Teil des Bundestags, der im Oktober in Wiener Neustadt wieder mit Präsenz über die Bühne gehen soll.