RH für höhere Unterrichtsverpflichtung für Lehrer. Unterstützung im Ringen um eine höhere Unterrichtsverpflichtung für Lehrer hat die Regierung am Mittwoch vom Rechnungshof bekommen.

Erstellt am 10. Juli 2013 (12:58)

Da Personalmangel derzeit durch Dauermehrdienstleistungen gedeckt wird, ist der RH dafür, dass Bundeslehrer länger in der Klasse stehen sollen. Durch eine Anhebung von 20 auf 22 Wochenstunden würden zwei Drittel der Kosten für Überstunden wegfallen, so die Prüfer.

Die aktuelle Praxis deute zudem darauf hin, "dass die Bundeslehrer über die Lehrverpflichtung hinausgehend zu weiteren Unterrichtstätigkeiten bereit wären". Die Personalsituation bei den Bundeslehrern (AHS, berufsbildende mittlere und höhere Schulen/BMHS) ist angespannt, wie der Bericht zeigt: Allein zwischen 2008/09 und 2011/12 haben die Dauermehrdienstleistungen um zwölf Prozent zugenommen, auch die Überstunden pro Lehrer sind mehr geworden, wobei der AHS-Bereich traditionell weniger betroffen ist als die BMHS.

Im Schuljahr 2011/2012 entsprachen fix eingeplante Überstunden der Arbeit von 5.200 vollbeschäftigten Lehrern. Für 2013/14 ist kurzfristig mit einem weiteren Anstieg des Lehrermangels durch die anstehende Verschärfungen der Hacklerregelung zu erwarten, warnt der RH in dem Bericht "Personalplanung im Bereich der Bundeslehrer": 3.088 Lehrer werden demnach benötigt.

Neben dem Generationenwechsel - zwischen 2012/13 und 2025/26 müssen 19.677 Lehrer bzw. rund 55 Prozent der aktuellen Stellen nachbesetzt werden - haben personalintensive Schulreformen wie die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl und die Einführung der Neuen Mittelschule die angespannte Personalsituation verschärft. Laut Prognosen besonders betroffen vom Personalmangel sind die Fächer Englisch, Deutsch, Mathematik, Turnen und Informatik. Regional haben Wien, Nieder- und Oberösterreich den größten Bedarf.