Rotes Kreuz für Beibehaltung des Zivildienstes. Das Rote Kreuz hat sich darauf festgelegt, dass man weiter auf den Zivildienst setzt: "Der Zivildienst ist ein Erfolgsmodell und soll beibehalten werden", heißt es in einer Erklärung nach einem Führungskräfte-Treffen in Wien. Das von Sozialminister Hundstorfer präsentierte Alternativmodell eines "Sozialjahrs" wird als "unausgegoren" abgelehnt.

Erstellt am 20. September 2012 (13:45)

Sollte die Wehrpflicht und somit der Zivildienst fallen, fordert Fredy Mayer, der Präsident des Roten Kreuzes, einen entsprechenden Ersatz für die Zivildiener. Sollte dieser nicht von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden, "können die Hilfsorganisationen bestimmte Leistungen in Zukunft nicht mehr erbringen", so Mayer in einer Aussendung.

Das von Sozialminister Hundstorfer präsentierte Alternativmodell zum Zivildienst in Form eines freiwilligen Sozialjahres hält der Rotkreuz-Präsident für "unausgegoren" und für eine "Beruhigungspille für die Trägerorganisationen". Er bezweifle, dass die für das Sozialjahr geplanten 6.500 Freiwilligen die Arbeit der derzeit 14.000 Zivildiener ersetzen können. Alleine das Österreichische Rote Kreuz beschäftigt jährlich rund 4.000 Zivildiener.