Rupprechter strafft sein Ministerium. Der Minister will durch Restrukturierung seines Hauses jährlich fünf Millionen Euro einsparen. Zwei Niederösterreicher Favoriten für neue „Super-Sektion“.

Erstellt am 03. April 2014 (13:33)
Andrä Rupprechter (links) und Reinhard Mang (rechts) präsentierten mit Schilderproduzent Franz Seiser das »neue« Ministerium für ein lebenswertes Österreich.
NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA) Gina Christof
Aus den bisher sieben Sektionen im Landwirtschaftsministerium werden in Zukunft fünf. So sollen unter anderem die Sektionen von Reinhard Mang aus Aspang (Ländlicher Raum) und der gebürtigen Türnitzerin Edith Klauser (Landwirtschaft und Ernährung) zu einer großen „Landwirtschaftssektion“ zusammengelegt werden. Wer hier neuer Sektionschef wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass die beiden Niederösterreicher als Favoriten für die Stelle gelten.

Sektion eins wird in Zukunft die Umweltsektion sein. „Das ist ein wichtiges Signal und spiegelt meine Schwerpunkte wider“, meint Rupprechter. Reduziert wird auch die Rechtssektion zu einzelnen Fachrechtssektionen. Weitere Ersparungen erhofft sich Rupprechter durch ein Verwaltungseinkommen mit dem Familienministerium.

Ministerium für ein lebenswertes Österreich

Neu ist auch der Name, den Rupprechter seinem Ministerium gegeben hat. So solle es künftig „Ministerium für ein lebenswertes Österreich“ heißen. Inhaltlich will er seine Schwerpunkte auf Klimaschutz, eine produzierende und naturnahe Landwirtschaft, grüne Kraft für Wachstum und Beschäftigung in Europa und Förderung der Landwirtschaft setzen. Solides Fundament seiner Politik sei dabei die christliche Soziallehre.

12 Prozent weniger für ländliche Entwicklung

Wie NÖ-Agrarlandesrat Stephan Pernkopf vor kurzem in einer Pressekonferenz sagte, werde die ländliche Entwicklung (2.Säule) durch Kürzungen, die Kosten für das Übergangsjahr 2014 und ministerielle Einsparungen um 12 Prozent weniger bekommen. So könnten besonders viele Bergbauernbetriebe in Zukunft keine Förderung mehr bekommen.

„Im Regierungsübereinkommen wurde explizit festgelegt, dass Förderungen effizienter zu wirklich benachteiligten Betrieben kommen müssen“, meint Rupprechter dazu. Außerdem würden gerade Berg- und Grünlandgebiete bei der Reform der Einzelbetriebsprämie in der ersten Säule zu den potentiellen Gewinnern gehören, so Rupprechter.