Schmied gegen Tabus bei Lehrer-Dienstrecht. Unterrichtsministerin Schmied will den Vorstoß von Finanzministerin Fekter, Junglehrer zu sechs Stunden mehr Unterricht zu verpflichten, wobei sie davon zwei Stunden ohne zusätzliche Bezahlung leisten sollen, inhaltlich nicht kommentieren. "Bei den Verhandlungen wird jetzt ohne Tabus zu diskutieren sein", heißt es aus dem Büro der Ministerin.

Erstellt am 24. November 2011 (14:09)

Unterrichtsministerin Schmied will den Vorstoß von Finanzministerin Fekter, Junglehrer zu sechs Stunden mehr Unterricht zu verpflichten, wobei sie davon zwei Stunden ohne zusätzliche Bezahlung leisten sollen, inhaltlich nicht kommentieren. "Bei den Verhandlungen wird jetzt ohne Tabus zu diskutieren sein", heißt es aus dem Büro der Ministerin.

Sie betonte, dass es sich beim neuen Lehrerdienst- und Besoldungsrecht um ein gemeinsames Projekt der Regierung handle. Ziel sei ein modernes, leistungsorientiertes und faires Modell. Ob Fekters Vorschlag dabei in Frage kommen könnte, sagt sie allerdings vorerst nicht. Immerhin habe sie sich gemeinsam mit der Gewerkschaft darauf geeinigt, über den Inhalt der Verhandlungen Stillschweigen zu bewahren.

Einen "'Rettungsschirm' gegen unqualifizierte Attacken" forderten die Lehrergewerkschaften. "Bundeskanzler und Vizekanzler müssen dafür sorgen, dass Seriosität und Sachlichkeit in die Bildungsdebatte zurückkehren", betonte der Vorsitzende der ARGE-Lehrer und Spitzenverhandler bei der Reform des Dienst- und Besoldungsrechts, Walter Riegler, in einer Aussendung aller Lehrer-Teilgewerkschaften.

Fekter habe sich mit der Schulrealität nicht auseinandergesetzt, für sie seien Pädagogen offenbar nur Buchungszeilen im Budget, so Paul Kimberger von der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, die wie alle Teilgewerkschaften von der VP-nahen Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) dominiert ist.