Schmied will Lehrer-Eignung während Studium testen. Nicht als Aufnahmeprüfung wie an den Pädagogischen Hochschulen (PH), sondern als schrittweises Verfahren im Rahmen einer Studieneingangsphase wünscht sich das Unterrichtsministerium die geplante Eignungsfeststellung für angehende Lehrer an den Unis. Mit Start des ersten Studiengangs im Rahmen der "PädagogInnenausbildung NEU" im Herbst 2013 soll auch die Eingangs- und Orientierungsphase anlaufen.

Erstellt am 01. August 2011 (16:17)

Nicht als Aufnahmeprüfung wie an den Pädagogischen Hochschulen (PH), sondern als schrittweises Verfahren im Rahmen einer Studieneingangsphase wünscht sich das Unterrichtsministerium die geplante Eignungsfeststellung für angehende Lehrer an den Unis. Mit Start des ersten Studiengangs im Rahmen der "PädagogInnenausbildung NEU" im Herbst 2013 soll auch die Eingangs- und Orientierungsphase anlaufen.

Dabei soll im Laufe der ersten beiden Semester u.a. durch Praxis in der Schule herausgefunden werden, welche sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Student hat und wie er mit Konflikten umgeht. Sowohl der Student als auch der Lehrende kann dabei zur Erkenntnis kommen, dass keine Eignung für den Lehrerberuf besteht. Ob das Urteil des Lehrenden dann eine Empfehlung oder verpflichtende Entscheidung sein wird, ist noch unklar, heißt es aus dem Büro von Unterrichtsministerin Schmied.

Geht es nach Roland Fischer, dem stellvertretenden Vorsitzender der für die Empfehlungen zur neuen Pädagogen-Ausbildung zuständigen Arbeitsgruppe, soll ein Ausschluss eines Studenten möglich sein, "wenn gravierende Punkte dafür sprechen und es nicht einvernehmlich funktioniert". "Das ist aber nur meine persönliche Meinung", so Fischer.

Konkret soll bereits in der Eingangsphase "eine Konfrontation mit der praktischen Tätigkeit stattfinden", meint Fischer. Dabei orientiert man sich am Beispiel der Universität Innsbruck, wo es bereits seit 2002 bei allen Lehramtsstudien eine Studieneingangsphase gibt. Derzeit gibt es Aufnahmeprüfungen nur an den PH, wo die Lehrer für Volks-, Haupt-, Sonder, Berufs- und Polytechnische Schulen ausgebildet werden.

Kein "Nein", aber auch kein dezidiertes "Ja" kam aus dem Büro von Wissenschaftsminister Töchterle zum von Schmied forcierten Modell. Klar sei, dass nur die Besten Lehrer werden sollen und es "das beste System" brauche, das auf die Eignung der Bewerber abstellt. Mit den bisherigen Modellen zeigt sich Töchterle allerdings nicht ganz glücklich. "Eignungstests und Aufnahmeverfahren sind grundsätzlich breiter aufzustellen als bisher", heißt es gegenüber der APA.